Keine braven Fischstäbli, sondern bissige Piranhas

Am Samstag fuhr die Band Hecht mit ihrer Kawasaki durch die Ohren der Besucher in der ausverkauften Kammgarn. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Voll, voller, ausverkauft! Auf ihrer aktuellen Tour spielt die Mundartpop Band in elf Städten und bei jedem Konzert gehen die Tickets weg wie frisch gebackene Schoggigipfeli. Es gab fast kein Durchkommen mehr im Saal, als die Vorband „Landro“ am Samstagabend die Bühne betrat. Der 20-jährige Frontmann und sein DJ rappten sich in die Herzen der Zuschauer und krönten den Auftritt mit dem Song „Holunderblüetesirup“, der derzeit die Charts rauf und runtergespielt wird. Dann wurde es sehr, sehr dunkel. Mit Blitzlicht, unter lautem Gekreische und Applaus stürmten die fünf Hecht-Musiker auf die Bühne. „Alles, was ich mir wünsche, ist auf der Bühne der Kammgarn zu sterben. Wir sind sehr glücklich hier!“, sang Stefan Buck und heizte damit gleich von Beginn an ein. Es war unglaublich, welche Energie und Power die Formation verströmte. Wie auf Knopfdruck herrschte eine begeisterte Stimmung im Saal. Schon beim 2. Song „Oh Boy“ fragte Stefan Buck rhetorisch: „Wie lange braucht es, bis man in Schaffhausen Stagediving machen kann?“ Die Antwort wartete er gar nicht erst ab. Er sprang in die Menge und wurde auf den Händen von der Bühne bis in die Mitte des Saales und wieder zurück getragen. Während seiner Surfaktion auf den Partytatzen sang er indes unvermindert weiter. Die Band hat eine harmonische Kombination von sanfter Stimme, eingängigem Keyboard, knackigem Schlagzeug und fetzenden Gitarrenriffs, kombiniert mit sonoren Bassschwingungen, die in die Hüfte gehen. In Schaffhausen sind die Musiker zudem keine Unbekannten. 2013 spielten sie noch in familiärer Vertrautheit am Openair Grüschfang in Hallau. Dann kam 2015 ihr Riesenhit „Adam + Eva“ und sie wurden nach ihrem nationalen Durchbruch 2016 ans „Stars in Town“ gebucht. 2018 werden sie erneut am Openair auf dem Herrenacker auftreten. Der Mundartpop von Hecht trifft offenbar den Nerv der Zeit. Er ist weder patriotisch noch ländlich angehaucht, sondern erzählt in einer frischen Art und blumigen Sprache über Liebe, Beziehungen, das Reisen und den Alltag. Die Texte sind eingängig und reissen jeden locker vom Hocker. Hecht sind keine braven Fischstäbli, sondern eher bissige Piranhas. Auf der Bühne in der Kammgarn gaben sie nonstop Vollgas. Sie animierten die Gäste zum Mitklatschen, zum Tanzen im Takt von links nach rechts, zum Kauern auf dem Boden und zum energetischen Aufspringen und Ausflippen. Mehrfach verliessen die Musiker die Bühne und spielten inmitten des Publikums. Ihre Hits Seespringen, Radio Beromünster und Gymnastique erklangen. Nach einem Sololauf von Keyboarder Daniel Gisler näherte sich der Abend dem Siedepunkt. Bei der Zugabe brodelte der Saal, als der Hit Kawasaki erklang und die Band tauchte für einen Song auf einer Minibühne beim Lichtpult auf. „Kammgarn, den letzten Refrain singen wir alle zusammen, bis die Hütte vibriert“, forderte Stefan Buck von der begeisterten Menge. Es regnete Konfetti von der Decke und unter euphorischem Applaus bedankten sich die Besucher für den bombastischen Abend.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am 9. April 2018.

Der Durst von Dr. Ginger ist immer noch gross

Vor genau einem Jahr starteten zwei Schaffhauser in Benken mit der Produktion ihres eigenen Likörs. Der Absatz ist mittlerweile reissend. Das Wachstum verursachte aber auch Probleme. Von Hermann-Luc Hardmeier.

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Prost! Patrick Stauffacher und Blerton Gashi haben genau vor einem Jahr damit begonnen, ihren eigenen Ingwer-Likör namens Dr. Ginger herzustellen. Damals noch in der WG in Benken und unter enormen Zeit- und Materialaufwand. Am ersten Produktionstag stellten sie lediglich zwei Flaschen her und haben sie im Verlaufe des Abends mit Kollegen gleich selber getrunken. Das süsse Getränk mit scharfem Abgang begeisterte. Eine Geschäftsidee war geboren. Patrick Stauffacher hat früher Partys in der Munotstadt sowie im Raum Zürich organisiert und konnte seine alten Kontakte nutzen, um das Getränk in der hiesigen Gastronomie zu verankern. (Die SN berichtete darüber am 22. Juli 2017). Pro Woche wurden bald zwanzig Flaschen hergestellt.

Explosion im Dezember

„Wir hatten das Weihnachtsgeschäft total unterschätzt“, erzählt Sanitär Blerton Gaschi, der immer ein bisschen zur Zurückhaltung bei der Produktion mahnte. Doch er sollte sich irren. Durch Medienberichte und der Präsenz auf Social Media wurde der Volg, die Landi und die Falkenbrauerei auf die zwei Braumeister aufmerksam. Zudem bereisten sie verschiedene Weihnachtsmärkte. Nun ging es Schlag auf Schlag. Falken hatte die bestellten 60 Flaschen in rund 24 Stunden verkauft und verlangte Nachschub. Auch im Volg und in den Schaffhauser Baren stieg der Durst. Die Eltern von Stauffacher und Gashi schnippelten im Akkord Ingwer und der halbe Kollegenkreis der zwei half bei der Produktion mit. Mittlerweile verarbeitete Dr. Ginger 140 kg Ingwer pro Monat. Und als wäre das nicht genug, meldete sich auch noch der Lebensmittelinspektor. Der Dezembersturm machte klar, dass Dr. Ginger expandieren und professionalisieren musste. Doch wie sollten sie das anstellen?

Von der Milchzentrale zum Grosshandel

„Da kam ich ins Spiel“, freut sich Robin Schmanau, der bei Unilever und Biotta gearbeitet hat und Lebensmitteltechnologe ist. Er beriet seine langjährigen Freunde Stauffacher und Gashi mit seinem Fachwissen. Nun mieteten die drei zur Herstellung des Zauberwässerchens die alte Milchzentrale in Benken. Grossvater Stauffacher legte den Boden für das neue Hauptquartier und wieder halfen viele Freunde mit, damit die Ostschweiz von Dr. Ginger beliefert werden konnte. Der Lebensmittelinspektor segnete die Produktionsstätte ab, reglementierte jedoch auch eine Obergrenze für die Produktion. Von Dezember bis März wuchs die Herstellung um das Fünffache an. „Manchmal war das nicht mehr lustig“, erklärte Stauffacher. „Ohne die tatkräftige Hilfe von Familie und Freunden wäre das Projekt gescheitert.“ Es gab auch Rückschläge wie ein Tank, der 60 Liter des Likörs auf den Boden anstatt in die Flaschen abfüllte. Doch dann sorgte ein neuer Deal für Herzkammerflimmern: Rio, die grösste Getränkemarkt-Kette der Schweiz, meldete sich. „Der Chef schickte uns ein euphorisches Mail, nachdem wir ihm eine Degustationsflasche hatten zukommen lassen“, freut sich Stauffacher. „Ihr habt mit Dr. Ginger den Vogel abgeschossen“, stand da zu lesen und der Handel war perfekt. Genau ein Jahr nach Produktionsstart beginnt am 28. März der Verkauf in allen 34 Filialen von Rio Getränke. Ein wichtiger Schritt, den die drei Freunde ganz wie in alten Zeiten mit einer eigenen Party names Bartek im Cuba Club einen Tag später feiern. Mit diesem Auftrag ist die Milchzentrale nun definitiv zu klein und Dr.Ginger muss sich nach einem grösseren Produktionsraum umsehen. Um die Schnapsidee mit dem scharfen Abgang wird es auch in Zukunft nicht leiser werden. Denn an Ideen mangelt es nicht.

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Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am 29. März 2018.

Sobald die ersten Funken sprühten, herrschte Explosinsgefahr

Mit einer deftigen Portion Punk’n’Roll versetzten die Bands Peacocks und Monsters am Samstag das Konzertlokal Kammgarn in Tanzstimmung. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Am Samstagabend wurde die Hitparade am Galgen aufgeknüpft. Nichts mit Mainstream, nichts mit Rock und Pop, der aus dem Radio dudelt. Die Peacocks und die Monsters hatten ihre Rock’n’Roll-Stiefel dabei und marschierten auf dem Trommelfell der Zuhörer, bis auch der letzte ein lässiges „Oh yeah!“ schrie und auf die Tanzfläche stürmte. Es knallte so deftig in den Ohren, dass Elvis und Little Richard am liebsten euphorisch aus dem Grab gesprungen wären. Den Anfang machte die Berner Combo „The Monsters“. Die vier Musiker hatten mit weissem Hemd, schwarzer Krawatte und rotem Sakko ein stylisches Outfit dabei, das an die Auftritte von Bill Haley in den 1950er erinnerte. Doch bei den Monsters hiess es nicht „Rock around the clock“, sondern sie starteten gleich von Beginn an die musikalische Motorsäge. Laut, heftig, powervoll, mitreissend. Der One-Riff Trash Rock, wie sie ihre Musik nennen, riss dem Publikum mit Schwung den Teppich unter den Füssen weg. Hauptverantwortlich dafür war die Energie der zwei Schlagzeuge, die im Zentrum der Bühne standen. Sie teilten sich zwar eine Bassdrum, aber das Inferno der Drumsticks prasselte und knallte im Doppelpack aus den Boxen. Nachdem das Ungeheuer die Gäste aufgeweckt hatte, war es Zeit für den Hauptact des Abends: Die Peacocks! Die Band mit Wurzeln in Winterthur und Schaffhausen hat seit ihrer Gründung 1990 mit ihrem Mix aus Rockabilly und Punk den Erdball gleich mehrfach umrundet. Sowohl in Japan als auch in den USA waren sie auf Tour und kehren immer wieder gerne in die Munotstadt zurück, wo ihre ersten Konzerte stattfanden. Ohne zu übertreiben lässt sich sagen: Das Trio hat Feuer unter den Füssen und Kerosin in den Instrumenten. Sobald die ersten Funken sprühen, lauert die Explosionsgefahr auf der Bühne. Lässig mit schwarzen Hemden und Elvis-Frisuren traten die Gentleman-Punker auf die Bretter vor das Publikum. Man merkte, dass es brodelte. Mit Knall und Schmackes donnerten die Drums und fetzten die Riffs. Die Leute, tanzten und feierten. Ein Eyecatcher war Simon Langhart, der mit seinem riesigen Kontrabass den Herzschlag der Band befehligte. Als er richtig in Fahrt kam, tanzte er mit seinem Instrument wie mit einer Lady. Normalerweise ist ein Kontrabass ja so manövrierfreudig wie ein Kreuzfahrtschiff, aber bei den Peacocks ging das schwungvoll und elegant übers Parkett. „Mögt ihr noch?“, wollte Sänger Hasu Langhart immer wieder wissen. Das Publikum liess keine Müdigkeit erkennen und twistete sich die Seele aus dem Leib. Es wurde Zugabe um Zugabe gefordert. „Wir hatten sehr viel Spass. Das war ein tolles Heimspiel“, bilanzierte Peacocks-Drummer Jürg Luder nach dem Konzert im Interview. Und Monsters-Frontmann Beat-Man Zeller ergänzte: „Auch wir fanden es geil, aber wir hätten gerne noch viel lauter gespielt.“

Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am 6. März 2018.

Sturm und Drang in Schaffhausen

Am Konzert von “Palko!Musik” im Konzertlokal “TapTab” in Schaffhausen brannte die Luft. Eine Konzertkritik von Hermann-Luc Hardmeier.

Ach, hurra und ojemine. Hätte Baptiste Beleffi, der Sänger von Palko!Muski, in der Zeit von 1767 bis 1785 gelebt, wären vielleicht diese Worte aus seinem Mikrophon gekommen. Damals beherrschten die jungen Genies wie Schiller und Goethe die Kulturszene der Sturm und Drang-Epoche. Es war eine Zeit, in welcher man seinen Gefühlen freien Lauf liess. Man lebte im Moment, kostete ihn aus und genoss ihn mit jedem Atemzug. Genau diese Einstellung legten auch die Musiker von Palko!Muski am Freitagabend im TapTab auf das Parket. Der Saal war ausverkauft, die Stimmung aufgeheizt und die Musiker verloren keine Zeit mit Begrüssung oder einer Vorstellungsrunde. Die Schaffhauser Band existiert seit zehn Jahren und ist bekannt für ihren einzigartigen Powersound namens Gypsy-Disco-Polka-Rock. Eine Mischung, die jedes noch so müde Tanzbein zu Höchstleistungen animiert. Die Refrains sind so konzipiert, dass man meint, ein russischer Matrose hätte sie geschrieben. Und zwar erst, nachdem er zwei Flaschen Vodka auf ex getrunken hatte. Es durfte mitgegrölt und mitgejohlt werden. Die Schlagzeugrhythmen peitschten durch den Raum, das Akkordeon liess die Seele hüpfen und der Sänger sprang von einer Ekstase in die nächste. Goethes Werther schrieb seiner Lotte die feurigsten Liebesbriefe. Schillers Räuberhauptmann Karl Moor genoss das Banditenleben in vollen Zügen. Mit einem ähnlichen Tatendrang, stets den Moment zelebrierend, agierte auch Baptiste Beleffi auf der Bühne. Er riss sich das T-Shirt vom Leib und präsentierte sich dem Publikum mit nacktem Oberkörper sowie einer unmöglichen Kombination von Turnhose, Stiefeln und langen Strumpfhosen aus rotem Samt. Er sprang auf seinen Keyboardstuhl, rannte durch das Publikum auf die Treppe und im nächsten Augenblick surfte er auf den Händen der Gäste als Stagediver durch den Saal. Der Höhepunkt des Abends war erreicht, als er auf die Säule mitten auf der Tanzfläche geklettert war und von dort oben mit seinen Songs die Besucher zum Feiern antrieb. Palko!Muski sorgten im proppenvollen TapTab einmal mehr für eine euphorische Partystimmung und Schweiss, der von der Decke tropfte. Wären Goethe und Schiller unter den Gästen gewesen, hätten auch sie kompromisslos bis in die frühen Morgenstunden mitgefeiert.

Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am 19. Februar 2018.

Ein Krawallbengel, den sich so mancher wünscht

Am Samstagabend wurde das Theater zum Kultbuch „Tschick“ in der Mehrzweckhalle Trüllikon aufgeführt. Eine Theater- und Buchkritik von Hermann-Luc Hardmeier.

Rattatatam, Rattatatam. Die Bildschirme auf der Bühne zuckten und man hörte ein Maschinengewehr laut knattern. Der 14-Jährige Maik spielte ein Ballergame, während sich seine Eltern im Hintergrund stritten. Maik ist ein ganz normaler Teenager. Er hat die üblichen Probleme. Die Schule interessiert ihn nicht. Er ist verliebt in ein Mädchen seiner Klasse. Aber er traut sich nicht, es ihr zu sagen. Und plötzlich taucht Tschick auf. Der neue russische Mitschüler ist ein Rebell. Er ist Ausländer, erscheint betrunken im Unterricht und schert sich einen Deut darum, was der Lehrer sagt. In den Sommerferien muss Maiks Mutter in die Entzugsklinik für Alkoholiker. Der Vater nutzt die Zeit für eine Affäre mit seiner Sekretärin. Maik hat sturmfrei und genau da klingelt Tschick an der Tür. Er schlägt vor, mit einem gestohlenen, äh Pardon, geliehenen Lada einen Roadtrip zu unternehmen. Maik ist zunächst skeptisch, doch diese Reise wird sein Leben auf den Kopf stellen.

Hardmeier + Buch + Kritik

Bild: Das Kultbuch von Wolfgang Herrndorf. (Foto: Hermann-Luc Hardmeier. Bericht: Hermann-Luc Hardmeier)

Nebenfiguren als Herausforderung
Der Kultroman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf ist eines der meistgespielten Stücke in Deutschland. Durch die Coproduktion des Theater Kanton Zürich und dem Theater Winterthur ist das Schauspiel nun auch in der Schweiz angekommen. Am Samstagabend fand die 14. Vorstellung der Bühnenfassung von Robert Koall statt. Diesmal in der Mehrzweckhalle Trüllikon. Es ist eine humorvolle und warmherzige Inszenierung, die von der starken Leistung der Schauspieler lebte. Allen voran stand Andreas Storm, der fünf Rollen gleichzeitig spielte. Vom Lehrer Wagenbach über das Kind Friedemann bis zur Sprachtherapeutin bot er eine breite Palette. Ob das nicht anstrengend sei, wollte die Schaffhauser Nachrichten von ihm nach dem Ende des Theaters wissen. „Die Personen auseinanderzuhalten ist nicht schwer“, so Storm. „Viel schwieriger ist das Management der Kleider, welche zu jedem Charakter gehören. Ich muss mir Backstage immer genau überlegen, was ich wohin hänge und in welcher Reihenfolge.“

Nicht pädagogisch-peinlich
Beeindruckend war auch die schauspielerische Leistung von Tschick und Maik. Sie sprangen, tanzten, schrien und turnten auf der Bühne, sodass man kaum genug davon kriegen konnte. Doch die Frage drängt sich auf: Warum fasziniert das Stück die Menschen? „Es ist eine zeitlose Geschichte über zwei Teenager“, erklärte Nikolaij Janocha alias Maik nach dem Auftritt. „Der Zuschauer wird nicht einfach unterhalten, sondern erinnert sich an die eigene Jugendzeit.“ Auf ihrer Reise beziehungsweise auf ihrer Odyssee treffen Maik und Tschick nicht auf lauter schlechte Leute, wie sie es erwarten. Im Gegenteil: Sie erleben einen Glücksmoment nach dem anderen und entdecken, was das Leben alles zu bieten hat. Sie philosophieren und Maik entwickelt sich zu einer starken Persönlichkeit, der sich selber zu schätzen weiss und die wahre Liebe findet. „Mir gefällt, dass es nicht so pädagogisch-peinlich ist“, unterstreicht Janocha. „Man kann sich in die Jugendlichen hineinversetzen.“ Zum Schluss wird Tschick noch mit einer faustdicken Überraschung aufwarten, die aber an dieser Stelle nicht verraten werden soll. Doch auch in dieser Situation wird sich zeigen, wie warmherzig und reif Maik mit diesen Breaking News umgehen wird. Wolfang Herrndorf hat mit Tschick eine Figur erfunden, die das Beste in Maik erwecken konnte. Obwohl er auf den ersten Blick wie ein asozialer Krawallbengel wirkt, hätte sich den Lausbub mit dem gestohlenen Auto wahrscheinlich noch so mancher Zuschauer in seiner Teenagerzeit als Freund gewünscht.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am 5. Februar 2018.

Erfolg trotz Stolpersteinen

2014 hat der Schaffhauser Onlinehändler PCP.ch den drei Mal grösseren Steg Electronics gekauft. Das Abenteuer hätte auch schiefgehen können. Von Hermann-Luc Hardmeier.

„Der Goldfisch hat den Hai geschluckt“, titelte die Schaffhauser Nachrichten am 29. Oktober 2014. PCP.ch, neben Migros, Coop und Brack der mittlerweile 4. grösste Schweizer Onlinehändler für Elektronik, hatte einen Coup gelandet. Die Schaffhauser Firma kaufte den drei Mal grösseren Konkurrenten Steg Electronics. Damals war der PCP-Geschäftsführer Lorenz Weber guter Dinge und prophezeite, dass die bevorstehenden Stolpersteine in absehbarer Zeit aus dem Weg geräumt werden können. Auch Entlassungen waren keine geplant.

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Foto: Ein Teil des PCP.ch-Team (Leiter Kundendienst Marco Winzeler, Geschäftsführer Lorenz Weber und Peter Keller, Leiter Finanzen (v. l.).

 Eine Gefahr für PCP?

„Innerhalb von zwei Jahren wollten wir in die schwarzen Zahlen kommen“, so Lorenz Weber Doch es lief ein wenig anders, als vorgesehen. Steg Electronics schrieb bei der Übernahme dicke Minuszahlen und sollte mit den laufenden Kosten für Mitarbeiter, Filialen, einem zu grossen Lager mit veralteter Software, teuren IT-Kosten und teureren Extras wie etwa eine Standleitung für jede Filiale (Kosten pro Filiale pro Monat: 1000.-) für Kopfzerbrechen sorgen. Der Bankkredit konnte nicht so schnell zurückbezahlt werden wie geplant. Es gab Parallelstrukturen und, und, und. Kein Wunder waren auch viele Kunden unzufrieden. „Ich erhielt zeitenweise jede Woche eingeschriebene Briefe von zornigen Kunden“, so Lorenz Weber. Ein Kenner der Szene äusserte sogar die Befürchtung, die Übernahme von Steg könnte PCP.ch in der Existenz gefährden. Um bei der Metapher vom Aquarium zu bleiben: Hatte sich der Goldfisch am Hai verschluckt?

Faktor Zeit und Eurokurs

„Das ist stark übertrieben“, relativiert Lorenz Weber. „Wir haben uns nicht übernommen. Wir sind sehr genaue Rechner und wussten, wo wir finanziell stehen. Die Existenz von PCP.ch war zu keinem Zeitpunkt bedroht.“ Er gesteht aber doch auch einige Rückschritte ein: „Anstatt zwei brauchten wir drei Jahre. Und ja: Wir mussten auch Mitarbeiter entlassen.“ Der Hauptgrund, warum es nicht so rund lief, waren nicht nur die Altlasten der Firma, sondern auch der 2015 gestürzte Eurokurs (PCP verlor 20% des Gewinns) und der Zeitdruck (Stichwort: Parallelstrukturen).

Innovative Lösungen

Doch der Reihe nach: Lorenz Weber hatte mit seinem Team die Schwachstellen von Steg erkannt: Die IT-Software für die Onlinebestellungen wurde extern betreut und kostete 600 000.- im Jahr. Zudem waren das Lager und die Filialen nicht modern gemanagt und hatte zu Höhe Bestände. PCP.ch verfügt über eine selber programmierte Shop-Lager-Software, welche flink, agil und modern ist. Da sie aus dem eigenen Haus stammt, konnte man die externen Kosten einsparen. Das Lager von PCP und Steg wurden zusammengelegt und am Standort Schaffhausen ausgebaut. Neun Monate lang hiess es arbeiten und sanieren, sanieren und nochmals sanieren. „Ich bin dieser Zeit zum Sparweltmeister geworden“, erklärt Lorenz Weber. Er entdeckte auch immer wieder Leichen im Keller. Der Geschäftsführer von PCP und Steg ist kein Unmensch, aber er musste handeln, wollte er nicht mit dem Projekt eine Bruchlandung hinlegen. „Es macht keinen Spass, Mitarbeitern lieb gewonnene Privilegien wegzunehmen oder jemanden zu entlassen, weil wir Überkapazitäten in den Filialen und dem Lager hatten. Aber es ging nicht anders.“ Seit Sommer 2017 schreibt Steg wieder schwarze Zahlen. Und das macht Lorenz Weber sehr stolz. PCP.ch verzeichnet 100 Mio Umsatz pro Jahr. Der Goldfisch hat den Haifisch verdaut, wenn auch mit Bauchschmerzen. Nun fletscht er wieder die Zähne und hat mittlerweile einen weiten Onlineshop namens Techmania eingekauft. Die Erfolgsgeschichte von PCP.ch geht weiter.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am 24. Januar 2018.

 

Theaterkritik: Russischer Angriff auf die Lachmuskulatur

Die russische Nationalmannschaft „Teatr 05“ errang einen Doppelsieg beim Theatersport am Freitag und Samstag in der “Kammgarn” in Schaffhausen. Eine Theaterkritik von Hermann-Luc Hardmeier.

Es war wie ein Boxkampf zwischen Präsident Putin und Bundesrat Ueli Maurer. Allerdings ohne Fäuste und ohne diese zwei Politiker. Aber immerhin: Die Länder stimmten. Russland gegen die Schweiz. St. Petersburg gegen Bern und Winterthur. „Teatr 05“ gegen „Theater am Puls (TAP)“ und „Winterthur TS“. Gut 550 Besucher waren gekommen, um den jährlichen Theatersportwettkampf vom Schauwerk in der Kammgarn zu sehen. Am Freitag war sogar ausverkauft. „Wir organisieren den Theatersport nun zum 15. Mal und sind davon genauso begeistert wie das Publikum“, freute sich Katharina Furrer vom Schauwerk. Das Improvisationstheater mit den zwei Mannschaften und dem Schiedsrichter war in den ersten Jahren jeweils ein Duell von Schweizer Teams. Später kamen Künstler aus Berlin dazu. Und nun also aus Russland. Allerdings schon das zweite Jahr in Folge. „Wir suchen die Abwechslung bei unseren Events“, erklärte Katharina Furrer. „Sergey Sobolev und Eugen Gerein sind zwei geniale Schauspieler und können es gut mit den Schweizern aufnehmen.“ Und tatsächlich: Die Russen überzeugten.

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Foto: Michael Kessler, Bericht: Hermann-Luc Hardmeier

Das Publikum als Regisseur

Doch der Reihe nach: Am Samstagabend eröffnete die „Pocketband“ mit einem Trommelwirbel und fetzigem Intro den Event. Schiedsrichtern Martina Schütze erklärte nochmals die Regeln: „Theatersport ist ein Improvisationstheater, bei dem das Publikum als Ideenlieferant gefragt ist.“ Spielorte, Themen der Stücke, Gefühle, Farben und, und, und wurden jeweils von den Zwei Mannschaften gefragt. Danach spielten sie damit kurze Szenen, die dann von der Publikumsjury mittels roter und blauer Karten bewertet werden mussten. Kurzum: Die Interaktion war wichtig und man staunte immer wieder, was die Schauspieler spontan für humorvolle und dramaturgisch geschickte Szenen auf die Beine stellten. Besonders schwierig dabei war, dass einer der Russen nur seine Landessprache beherrschte. Glücklicherweise sprach der zweite Russisch und Deutsch und konnte somit die wichtigsten Begriffe dolmetschen. Meistens war dies jedoch gar nicht notwendig. Im ersten Spiel trugen alle vier Schauspieler zusammen zum Gelingen des Stückes bei. Durch Klatschen konnten sie jeweils die Rolle eines anderen übernehmen und sprangen in eine thematisch andere Szene. So entwickelte sich ein Stück vom Gespräch zwischen Schuhputzer und seinem Kunden zum Ritterkampf, zum Flirt in einer Bar und endete im Streit zwischen einem russischen Ehepaar um die Vaterschaft von ihrem Baby.

Millionäre und Gangster

Danach suchte die Schiedsrichterin im Publikum nach vier schweizerdeutschen Sätzen. Selbstverständlich solche, welche die Russen nicht verstanden. Mit diesen Sätzen mussten die ausländischen Gäste nun ein Theater spielen und die Ausdrücke einbauen. Die Zuschauer kugelten sich dabei vor Lachen, denn die Russen schlugen sich sehr gut. Im nächsten Stück musste das Publikum einen Wunsch für 2018 formulieren: „Bei den Euromillions gewinnen“, rief ein Gast und das Thema wurde aufgegriffen. Nun spielten die Schauspieler also ein Stück rund um zwei frische Lottomillionäre, die plötzlich von zwei Gangstern überfallen wurden. Es folgten weitere Runden mit spontanen Liedern und den Lieblingsspielen der zwei Mannschaften. Während die Berner ein superlustiges Fragetheater beim Hundecoiffeur spielten, bereiteten die Russen ihren Favoriten vor: Ein Tanzsprechtheater. Dabei nahm der erste Schauspieler die Rolle des Tänzers ein, während der anderen den Regisseur spielte und dem Publikum erklärte, was nun aufgeführt werde. Da der russische Tänzer die deutschen Erklärungen natürlich nicht verstand, mussten die zwei gegenseitig vermuten und interpretieren, was der anderer nun tanzte beziehungsweise erklärte. Die Russen spielten sich damit in die Herzen der Schaffhauser.

Ein Toter, der singt

Der stärkste Moment des ganzen Abends war sicherlich, als der Russe Sergey bei einem Stück auf dem Friedhof plötzlich aus dem Grab hüpfte und von den Toten auferstand. Dabei sang er einen zornigen Punksong, der davon handelt, dass ihn der Friedhofsgärtner Josef mit seinem lauten Rasenmäher beim Schlafen störte. Nach riesigem Applaus durch die Zuschauer wurden die Gäste aus St. Petersburg nach dem Freitag auch am Samstag zu den Siegern gekürt. Der Doppelsieg markierte einen schönen Abschluss des Theatersports dieses Jahres. Die Gäste freuten sich bereits auf dem Nachhauseweg auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am Montag, 15. Januar 2018.

Die Tänzerin auf der Wundermaschine

Ania Losinger spielte am Donnerstagabend in der Kammgarn (SH) mit einem Instrument, das alles Bekannte in den Schatten stellte. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Manche Menschen können gut tanzen, manche Menschen gut musizieren. Ania Losinger kann beides, und zwar gleichzeitig. Dies ermöglich ihr ein spezielles Instrument, das man nicht spielt, nein, die Töne werden durch das Tanzen erzeugt. Der elektroakustische Klangkörper namens „Xala III“ ist eine richtige Wundermaschine. Er sieht unscheinbar aus. Wie eine kleine Holzpalette. Doch die Wirkung ist beeindruckend. Am Donnerstagabend machte Ania Losinger mit ihrer Band „NEN“ in der Kammgarn halt. Der Saal war mit Tischchen und Stühlen hergerichtet. Ein interessiertes Publikum hatte sich eingefunden. Auf der kleinen Holzplatte stehend, sorgte Losinger für Kinnladen, die erstaunt nach unter klappten. Mit zwei Klangstöcken und Flamenco-Schuhen bewaffnet, tanzte, stampfte, schlug und streichelte sie den musikalischen Fussboden. Die Musik klang wie in einem Spa-Bereich, in welchen ein iberischer Stier eingebrochen war. Teilweise Richtung Chillout und Jazz. Im nächsten Moment mischten sich Rock und Power in die Mixtur. Drei Klangkünstler am Bass, Schlagzeug und Keyboard begleiteten sie auf ihrem musikalischen Surfbrett. Die Band von Ania Losinger sind allesamt verdiente Virtuosen. Chrigel Bosshard an den Drums entlockte seiner Küche knackige Beats und akzentuierte Kicks. Björn Meyer zupfte den sechsseitigen sonoren Masseur der Seele. Und Seitlich angedockt, zwischen Fender Rhodes und Vibraphon, sorgte Mats Eser für einen melodischen Klangteppich. Der Auftritt war stimmig und mitreissend. Die Klangstöcke wurden manchmal zur Seite gelegt, damit Ania Losinger noch mehr Bewegungsfreiheit hatte. Der Tanz artete zuweilen zu ästhetischen Gymnastikübungen aus. Manchmal schnell, dann plötzlich wieder wie in Zeitlupe. Auch eine kleine Kritik sei angebracht Auf den Gesang wartete man leider vergeblich. Eine Band, die so stark, kreativ und frisch aufspielt, hätte sich mit einer singenden Person im Zentrum vielleicht noch die Krone aufgesetzt. Doch der Auftritt war so einmalig, dass dieser kleine Makel schnell vergessen ging. Die Band „NEN“ passt in keine Schublade, sie bewegen sich auf einem ganz anderen Level. Die Lieder gleichen einem Wellengang im Meer. Sanft und gemütlich tritt gegen stürmisch und wild in die Arena. Elegant, graziös und manchmal sportlich war die Darbietung der Frontfrau. Die Besucher waren begeistert und applaudierten laut. „Wir freuen uns unglaublich, dass wir heute hier spielen und den wunderschönen Raum mit unseren Klängen zu füllen“, richtete Ania Losinger zum Schluss das Wort an das Publikum. Der Applaus war „NEN“ sicher, denn dieser Auftritt ist mit nichts zu vergleichen. Das Konzert war, als hätte jemand musikalisch die Seele eines jeden Gastes persönlich massiert. Begeisterung pur, soviel stand definitiv fest.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen am 23. Dezember 2017 in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten”.

Nach 15 Minuten schloss sich der Vorhang gnadenlos

Am“8×15“-Event von SRF Virus zeigten acht Newcomer ihr musikalisches Können. Eine Konzertkritik von Hermann-Luc Hardmeier.

Am Samstagabend machte die Konzertreihe „8×15“ zum 3. Mal Halt in der Kammgarn. Das Konzept der Veranstaltung ist einfach und faszinierend: „Acht Newcomer Bands, die Aufmerksamkeit verdient haben, können sich während 15 Minuten dem Publikum zeigen“, erklärt Simona Vallicotti, redaktionelle Projektleiterin von SRF Virus. „15 Minuten reichen, um ein Publikum zu fesseln und um abzuschätzen, ob man mehr von ihnen haben möchte. Zudem ist 15 Minuten eine erträgliche Zeit, falls einem eine Band nicht gefällt und man lieber an der Bar ein Bier trinken will.“ Um die Spannung ein bisschen zu erhöhen, war ein Bildschirm mit einem Countdown installiert und ein Vorhang schloss sich exakt nach Ablauf der Frist.

 Von Techno bis HipHop

Die erste Band hiess „Alois“. Die vier Musiker aus Luzern waren wie ein musikalischer Heissluftballon. Sie stiegen in die Höhe und schwebten gemütlich über den Besuchern. Mit Daydream-Indie-Pop eröffneten sie den Abend gekonnt und sympathisch. Die nächste Aufführung riss alle aus den Socken. Die Ein-Frau-Band „Jessiquoi“ aus Bern lieferte einen frischen Auftritt, der an Kreativität gar nicht zu überbieten war. Ein fahrbares „Leiterwägeli“, auf welchem ein DJ-Pult befestigt war, diente ihr als Kulisse. Es war zu einer Mischung aus Marktstand und Hindutempel umgebaut. Es blinkte und blitzte bunt. Laute Technobeats dröhnten aus den Boxen. Jessiquoi sang, tanzte, schwang ihre Haare durch die Luft und spielte verschiedene Instrumente. Knallig, bunte Leggins, auffällige Schminke und freakige Accessoires rundeten das Ganze ab. Das Publikum kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Und schon war es auch wieder vorbei. Die dritte Viertelstunde gehörte einer Band aus der französischen Schweiz. Dicke Hiphopbeats und Rap auf Englisch standen nun auf dem Programm. „Rootwords“ war eine Combo, die innert kürzester Zeit das Publikum zum Tanzen und Mitfeiern brachte. Die Hände schnellten in die Höhe und wippten im Takt. „Der Abend ist extrem abwechslungsreich“, freute sich eine Besucherin. „Man weiss nie, was als nächstes Hinter dem Vorhang herausspringt.“ Kaum gesagt, was es auch schon Zeit für die nächste Wundertüte. „Make Plain“ war ein Tessiner Duo, das fünf Instrumente gleichzeitig spielte, sang und dabei noch lässig Countryhemden und Cowboyhüte trug. Beim Auftritt der Punkrockband „The Hydden“ gab es sodann eine ungeplante Überraschung. Der Vorhang streikte und musste von zwei Helfern während dem halben Konzert zurückgehalten werden. „Das wird in die 8×15-Geschichte eingehen“, lachte Simona Vallicotti. Es folgten zwei weitere Konzerte von „Carvel‘“ und dem Bühnenkönig „Crimer“. Fazit: Es war ein grandioser Abend, der Abwechslung, frische Musik und eine Prise Humor für die Gäste bereithielt.

Von Herman-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am 11.Dezember 2017.