Horror-Kuh und Westernheld in Barzheim

Beim Theatersport vom Freitag- und Samstagabend in der Kammgarn war das Publikum Regisseur und eine kleine Schaffhauser Gemeinde wurde zum Running-Gag.

Foto: Jeannette Vogel

Einmal im Jahr lädt das Theater Schauwerk in die Kammgarn zum grossen Theatersport-Event. Dabei treten zwei Schauspieler-Teams gegeneinander an, welche im Vorfeld weder Drehbuch noch Inhalt ihrer Stücke kennen. Dies wird vom Publikum bestimmt und die Künstler inszenieren danach ein Kurztheater mit den gewünschten Zutaten. Moderiert wird das Ganze von einem Schiedsrichter und zum Schluss jeder Runde wird abgestimmt mittels roter und blauer Karten, welche Formation kreativer, frecher oder lustiger gespielt hat. Die Veranstaltung ist bei den Schaffhausern sehr beliebt und sorgte für ein ausverkauftes Haus an beiden Abenden mit insgesamt 570 Besuchern. Am Freitagabend traten vom Team «Improphil» aus Luzern Reto Bernhard und Randulf Lindt gegen ihre Herausforderer «Improtheater» aus Konstanz Britta Lutz und Roberto Hirche an. Am Samstagabend gab es einen thematischen Theatersport mit dem Thema Natur. Anlass war das 50-Jahr-Jubiläum des WWF Schaffhausen. Unterstützt wurden die Künstler von der dreiköpfigen Pocket-Band.

Bildlegende: Bollywood-Show in der Kammgarn am Theatersport-Event. (Bericht: Hermann-Luc Hardmeier. Foto: Jeannette Vogel)

Vom Mond in die Kirche
Das erste Spiel am Freitagabend nannte sich «Stop’n’Go», bei welchem von den vier Schauspielern möglichst unterschiedliche Kombinationen und stetig wechselnde Schauplätze und Szenen gefordert waren. Das Publikum gab als Vorgabe, dass die Szene auf dem Mond beginnen sollte, ein Zahnarzt musste vorkommen und jemand musste als Hobby Wrestling-Kampfsport betreiben. Die Szenen nahmen überraschende Wendungen mit Schwangerschaftsgymnastik, einem Reggae-Song, Hantelstemmen im Fitnesscenter und schlussendlich endete die Darbietung mit einem «Ave Maria» in der Kirche.

Barzheim als Highlight
«Für die nächste Szene brauchen wir einen Ort, den man in Schaffhausen kennen müsste», fragte der Moderator. «Rheinfall», «Lindli» und «Barzheim» wurde gerufen. Die Theatertruppe entschied sich für das kleine Dorf Barzheim und musste unter grossem Gelächter der Gäste zunächst eine gewöhnliche Alltagssituation in Barzheim spielen. Diese sollte dann von Hollywood neu verfilmt werden. Das Publikum wünschte sich dafür ein Remake als Horrorfilm, als Bollywood-Tanzfilm und einen Western. Es folgte nun Szenen, wie es sie wohl in Barzheim noch nie gegeben hatte. Eine blutrünstige Kuh zog eine Schneise der Verwüstung durch die Stadt, eine fröhliche Bollywoodtruppe sang auf dem Marktplatz so mitreissend, dass sogar das Rindvieh die Hüften kreisen liess und zum Schluss lehrte ein Revolverheld die kleine 174-Seelen-Gemeinde das Fürchten. Die Darbietung war so gelungen, dass es viel Zwischenapplaus gab und bereits die erste La-Ola-Welle des Abends. Barzheim entwickelte sich sodann zum Running-Gag und wurde immer wieder einmal humorvoll in die Aufführungen eingebaut.

Laser-Schwert im Kindergarten
Das Highlight am Freitagabend war sicherlich die Runde mit dem Titel «Lieblingsspiel». Luzern brauchte einen Protagonisten für ein Märchen. Komplett in Versform gereimt spielten sie sodann eine romantische Komödie mit einem verwirrten Zwerg und einem zweiköpfigen Drachen, bei welcher ein Burg-Fräulein befreit werden musste. Konstanz hingegen teilte das Team. Roberto erfand zusammen mit dem Publikum eine Story. Britta wartete vor der Türe und musste danach erraten, wie ein Kindergartenlehrer mit einem Laser-Schwert bewaffnet zur Arbeit ging, das ertrinkende Kind im Aquarium jedoch von einer Kaulquappe gerettet wurde. Der Clou dabei, Roberto erzählte ihr die ganze Geschichte auf Kauderwelsch-Russisch und in Zeichensprache. Der Saal kugelte sich vor Lachen und staunte mit offenen Mündern, als Britta tatsächlich die ganze Geschichte erraten konnte. Viele weitere kreative Spiele und sogar eine Zugabe folgten. «Wir hatten zwei hochkarätige Abende und eine super Stimmung», bilanzierte Katharina Furrer vom Schauwerk zum Schluss erfreut.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am Montag, 16. Januar 2023.

Der Liftboy verblüffte die Kafka-Fans

Am Dienstag überraschte das Stadttheater Schaffhausen das Publikum, indem der sonst so düstere und traurige Franz Kafka humorvoll inszeniert wurde. Eine Theaterkritik von Hermann-Luc Hardmeier.

«Mein Dienst ist lächerlich und kläglich leicht (…), ich weiss nicht, wofür ich Geld bekomme.» Franz Kafkas Klage über seine Anstellung bei der «Arbeiter-Unfallversicherungs-Anstalt» konnte man immer auch humorvoll verstehen. Er bezeichnete seinen Beruf als «Brotjob» und fand seine wahre Passion im literarischen Schreiben. Werke wie «Die Verwandlung», bei welchem ein Handelsreisender sich in einen Käfer verwandelt oder «Der Process», bei welchem ein unbekanntes Gericht einen Herrn einer unbekannten Tat beschuldigt, machten den Autor berühmt. Weniger oft auf den Bühnen gespielt wird hingegen das Buch «Amerika (Der Verschollene)», welches am Dienstag im Stadttheater von der Württembergische Landesbühne Esslingen (WLE) aufgeführt wurde. «Bei Kafka leidet man oft als Zuschauer», erklärte Knut Spangenberg beim Theatergespräch vor Vorstellungsbeginn. «Uns gefiel, dass das Buch Amerika für einmal zum Schmunzeln einlädt und ein wenig an Charlie Chaplins Film «Modern Times» mit der Zahnradszene erinnert.» Am Dienstagabend schlitterte der Protagonist Karl Rossmann von einer vertrackten Situation in die nächste. Chaplins Zahnräder waren jedoch nicht aus Metall, sondern zeigten sich als Metapher bei den Mitmenschen von Rossmann. Er schien gefangen in einem Labyrinth von äusseren Zwängen, die er nicht beeinflussen konnte. Die perfekte Beschreibung für die kafkaesken Situationen, in welche Kafkas Figuren immer wieder hineingeraten. Der Protagonist Karl Rossmann hatte eine Affäre mit seinem Kindermädchen und nach ihrer Schwangerschaft flüchtete er nach Amerika. Einerseits aus Angst vor der familiären Schande, andererseits, um keine Alimente zahlen zu müssen. Nur zu gerne hätte er dort einen bürgerlichen Beruf angenommen, doch es wird ihm ein Knüppel nach dem anderen zwischen die Beine geworfen.

Foto: Jeannette Vogel. Bericht: Hermann-Luc Hardmeier.

Die Peripetie erreicht das Stück, als seine Karriere als Liftboy in einem Edelhotel scheiterte. Es stellte nicht nur der Wendepunkt in seinem möglichen bürgerlichen Aufstieg dar, sondern war auch ein humoristisches Highlight für Kafka-Kenner. Das telefonische Streitgespräch zwischen der Oberköchin und Rossmanns Vorgesetzten sorgte für ungewohnte hochgezogene Mundwinkel. Das Esslinger Ensemble warf zudem spannende Interpretations-Scheinwerfer auf die Figur des Randständigen Robinson: Vom Saboteur zur moralischen Stütze für Rossmann. Aber auch auf die Schlusszene im «Oklahoma Theater». Kafkas Fragment lässt den Ausgang offen. Auch der Tod Rossmanns scheint denkbar. Am Dienstag jedoch wurde er vom neuen Arbeitgeber endlich mit Respekt und Wertschätzung behandelt. Humor und Happy End? Absolut untypisch für Franz Kafka. Für den Theaterbesucher jedoch ein überraschendes und spannendes Erlebnis.

Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten am 19. Januar 2023. Von Hermann-Luc Hardmeier.

Bierdusche bei der Plattentaufe von „Purple Headspace“

Im „Klub 8“ in Schaffhausen taufte am Freitagabend die Band „Purple Headspace“ ihre neue CD. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Der Abend begann ganz harmlos und endete in einem kochenden Partykessel. Die Schaffhauser Band Purple Headspace hatte in den Klub 8 geladen, um ihre neue Scheibe namens «The art of ruining evertythin» zu taufen. Zuerst füllte sich der Klub 8 verhalten mit Besuchern, doch plötzlich war der Raum voll mit tanzhungrigen Gästen, welche von der Vorband «Kugelwal» deftig aufgemischt wurden. Die Band war wie ein musikalischer Schneepflug, der alles überfuhr, was sich ihm in den Weg stellte. Das Duo war nur mit Bass und Schlagzeug ausgerüstet, doch die zwei Instrumente hatten viel Power und die selbstironischen Songs animierten zum Mitsingen. Besonders ein Lied, bei welchem es um ein Spanferkel ging. Danach erklang das Intro der Filmreihe «Star Trek» und Purple Headspace enterte die Bühne. Das Trio startete mit Gitarre, Bass und Schlagzeug etwas ruhig, doch es braute sich ein Unwetter zusammen und beim dritten Song brach das Gewitter aus. Es donnerte und blitzte heftig. Der Sänger zog das T-Shirt aus und die Leute tanzten wilden Pogo vor der Bühne. Es erklang ein wilder Mix aus Punkrock, Grunge, Psychodelic-Rock und Stonerrock. «Unsere Musik hat extremen Punch und Energie», erklärte Drummer Loris Brütsch. «Wir überraschen gerne und die Songs verlaufen nie 0815-mässig.» Und er sollte recht behalten. Das Gewitter verwandelte sich in einen Tanz-Tornado und erlebte seinen Höhepunkt, als das Trio mit einer Bierdusche die neue Scheibe feierlich tauften. «Es war genial», sagte Dogukan Karatas vom Klub 8 – Team. «Wir möchten unser kulturell vielfältiges Programm zeigen und freuen uns sehr, dass Purple Headspace als erste Band im neuen Club so einen tollen Start aufs Parkett gelegt hat.»

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am Dienstag, 3. Januar 2023.

Wenn der Professor plötzlich Party macht

Die Band «Professor Wouassa» lädt am Freitag zu heissen Afrobeats und setzt damit einen Gegenpunkt zur besinnlichen Weihnachtsstimmung. Eine Konzertvorschau von Hermann-Luc Hardmeier.

Da würden sich die Studenten wundern, wenn im Vorlesungssaal plötzlich Partystimmung ausbrechen würde. Doch genau diesen Plan verfolgt Professor Wouassa am kommenden Freitagabend. Kollektive Euphorie statt PowerPoint-Folien. Lockeres Zuprosten an der Bar anstelle von prüfungsrelevanten Notizen, die man anfertigen muss. Auf dem Lehrplan stehen keine Vorlesungen und Seminare, sondern lediglich das Wort «Tanzstimmung». Alles in allem ein vielversprechendes Konzept, welches die TapTab-Universität ihren Studenten, äh Pardon, ihren Gästen bieten wird. Am Freitagabend wird nicht gebüffelt, sondern gefeiert.

Wilder musikalischer Mix

Die Band «Professor» Wouassa wurde 2003 in Lausanne gegründet und seither jagt ein Erfolg den nächsten. Mit Afrobeats als Basis und ein wilder Mix aus Ethno-Jazz, Rumba, Salsa, Funk und vielen afrikanischen Musikrichtungen aus Ghana, Sénégal, Kongo und Nigeria ist eines ganz klar: «Wir haben unseren ganz eigenen Musikmix, den man so bei keiner anderen Band auf dem Globus hört», sagt Gilles Dupuis von Professor Wouassa. Die Band spielte bereits an Grossveranstaltungen wie dem Cully Jazz-Festival, dem Paléo Festival oder der Winterthurer Musikfestwochen.

Ewige Liebe und defekte Computer

Doch wie um alles in der Welt kommt man zu einem Bandnamen wie Professor Wouassa? «Da steckt eine witzige Story dahiner», erklärt Gilles Dupuis. «Wir haben in unseren Briefkästen immer wieder Visitenkarten gefunden, auf denen irgendwelche Wunderheiler die ewige Liebe oder unermesslichen Reichtum versprochen haben. Manchmal ging es aber auch um ganz banale Dinge wie die Reparatur von defekten Küchengeräten und Computern. Die Namen auf diesen Visitenkarten waren manchmal sehr dubios und ausgefallen. Eine der Karten war mit Professor Wouassa angeschrieben. Als wir dann einen Bandnamen suchten, fiel uns wieder diese Geschichte ein.» Wer nun aber denkt, in den Songs von Professor Wouassa gehe es ebenfalls nur um die ewige Liebe und um defekte Küchengeräte, der irrt sich glücklicherweise gewaltig. «Wir rufen in unseren Liedern dazu auf, dass die Menschen wieder mehr Rücksicht aufeinander nehmen, dass man teilt, tolerant und offen ist. Kurzum, die Welt soll ein besserer Ort werden», so Gilles Dupuis. «Das ist nicht unbedingt politisch gemeint, denn wir fühlen uns keiner Partei zugehörig. Eine gesunde Portion Gesellschaftskritik haben wir uns aber durchaus auf die Fahnen geschrieben.» Zu finden ist dies beispielsweise beim Song «Confined People», bei welchem ein dicker Afrobeat auf einen feinen und poetischen Text trifft, der ganz dezent aber inhaltsstark die heutige Welt kritisiert.

Songideen beim Soundcheck

Interessant ist nicht nur der Inhalt, sondern auch die Entstehungsweise von Songs der Band. «Wir jammen und improvisieren sehr oft. Dabei kommen wir immer wieder auf Ideen für neue Lieder», erklärt Gilles Dupuis». «Meisten können wir das Jammen auch während dem Soundcheck nicht lassen. Es kommt dabei immer wieder vor, dass uns ein Erlebnis oder eine Begegnung vom Veranstaltungsort inspiriert.» Er könne daher nicht ausschliessen, dass vielleicht auf einer der nächsten Scheiben von Professor Wouassa sogar ein Musikstück sein wird, das von Schaffhausen handelt. Andere Inspirationsquellen sind auch Vorbilder der Band wie etwa Papa Wemba, Manu Dibango oder Fela Kuti und Tony Allen. Das Publikum im TapTab darf also gespannt sein, welches leckere Gericht die Köche von Professor Wouassa servieren werden. «Wir hoffen auf ein zahlreiches Erscheinen und können euch schon jetzt eines versprechen“, freut sich Gilles Dupuis: „Das Konzert wird kein gemütlicher Spaziergang am Genfersee, sondern eher eine tobende Wildwasserfahrt auf dem schäumenden Rheinfall. Das Wasser wird brodeln und die Tanzfläche wird brennen.» Wer danach immer noch Energie hat, für den steht DJ Shalaby an den Turntables bereit.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am Montag, 19. Dezember.

Jamaikanische Dampflokomotive mit Sonnenbrille

Die Reggea-Dancehall-Queen Tanya Stephens brachte am Samstag Party und coole Vibes in die Kammgarn. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Bildlegende: Stimmgewaltig heizte Tanya Stephens ein. (Foto: Hans-Rudolf Werner, Bericht: Hermann-Luc Hardmeier)

«Are you ready?», wollte Tanya Stephens am Samstagabend in der Kammgarn wissen, als sie die Bühne betrat. Laute Jubelschreie schalten ihr entgegen. Das Publikum war bereit für eine deftige Portion Reggaemusik aus Jamaika. Als Vorband hatte NaÏma Bereté eingeheizt. Die One-Woman-Show kam ganz ohne Support und Band nach Schaffhausen. Nur mit Gitarre und sattem Offbeat unterhielt sie das Publikum. Das war oft gemütlich und locker, zwischendurch aber auch mitreissend und cremig wie eine Glace in der Sonne. Mit ihren Songs wie «Strong Woman» wollte sie aber nicht nur unterhalten, sondern sprach auch gesellschaftliche Themen an und machte sich für die Gleichberechtigung stark. Kurz vor 22 Uhr war es sodann Zeit für die Reggae-Queen Tanya Stephens. Mit Sonnenbrille und riesigem Afro eröffnete sie das Konzert und drückte sogleich aufs Gaspedal. Die jamaikanische Dampflokomotive fauchte, zischte und groovte, bis auch der letzte im Saal in Tanzstimmung geriet. Der Partyzug sauste über die Schienen, als ob es einen Weltrekord zu schlagen gäbe. Der einzige Bahnhof hiess Schaffhausen, ansonsten wurde die Fahrt mit vollem Tempo fortgesetzt. «It’s a pleasure to be here», freute sich die Musikerin. Derzeit ist sie mit ihrem Album “Some Kinda Madness” auf Tour und machte damit in der Kammgarn halt. Sie gilt als Reggae-Dancehall Urgestein und steht seit knapp 33 Jahren auf der Bühne. 200 Songs hat sie bisher veröffentlicht und sie schien kein bisschen müde zu sein. Lediglich die Schweizer Kälter machte ihr ein bisschen zu schaffen. Sie komme direkt aus Jamaika und müsste sich in der europäischen «Kälte-Hölle» zuerst ein bisschen akklimatisieren. Dafür brauche sie die Unterstützung des Publikums, damit man den karibischen Sommer an die Baumgartenstrasse hole. Die Besucherinnen und Besucher erfüllten ihr den Wunsch sehr gerne und gaben alles, damit die Kammgarnhalle Feuer fing. «Ich fühle mich wie in den Sommerferien», freute sich Gast Elma Bärtschi. «Das Konzert ist mega», lobte auch Besucherin Nina König. Der Auftritt war musikalisch tatsächlich mit einem Ferientag am Strand vergleichbar. Locker und gemütlich entspannte man sich beim fetzigen Reggaesound am Pool. Man genoss kühle Cocktails und schaute aufs Meer hinaus. Anstatt Sonnenbrand gab es allerdings Muskelkater in den Tanzbeinen. «Tonight we have peace and love», rief Tanya Stephens in die Menge. Für einen kurzen Moment wurde sie politisch und wünschte sich, dass alle Menschen auf der Welt Frieden haben können. Mit ihrem Hit «It’s a pitty» und einigen Zugaben endete der Abend und sie bilanzierte passend zum Schluss: «Love ist he answer!».

Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am 7.12.2022. Von Hermann-Luc Hardmeier.

Eine rasante Reise mit dem Techno-Raumschiff von Pablo Nouvelle

Am Samstagabend kombinierte Pablo Nouvelle Techno und Visuals zu einem mitreissenden Event im Taptab. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

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Pablo Nouvelle rockte am Synthesizer die Stimmung im TapTab. (Foto: Phillip Schmanau, Bericht: Hermann-Luc Hardmeier)

Im TapTab waren am Samstagabend Augen, Ohren und Tanzfüsse gefordert. Das Techno-Raumschiff von Pablo Nouvelle hob zu einem abenteuerlichen Flug ins Weltall ab. Die Rundreise im musikalischen Kosmos führte über Soul, Pop und basslästige Klänge. Pablo Nouvelles Musikstil war ein stetiger Mix aus gemütlichem Spaziergang auf dem Mond und gnadenlos geführtem Krieg der Sterne. Man wurde nicht nur zum Träumen, sondern auch zum Raven verführt. Eine einzigartige Kombination. Eingewärmt hatte zuvor das TapTab das Duo ENL. Der Begriff steht für die Aussage «Es nervt langsam» und ist genauso selbstironisch gemeint wie die Mehrheit der Texte. Das sympathische Zweiergespann brachte Mundart-HipHop an die Baumgartenstrasse. Manchmal wild, manchmal zornig, aber immer mit einem Augenzwinkern und harten Beats. Die Songs trugen Namen wie «Wurst» oder «Lustvoll sterben». Auffällig war auch das Outfit von ENL. Eine Mischung aus Warnweste und Tankstellen-Hemd, was ein weiteres Ausrufezeichen dem Auftritt der Band hinzufügte. Zum Abschluss sangen sie «Männer» von Herbert Grönemeyer und liessen die Gäste mit vielen Fragen aber auch mit einer ordentlich geweckten Tanzstimmung zurück. Nach einer kurzen Umbaupause war sodann die Stunde von Fabio Friedli alias Pablo Nouvelle gekommen. Mit Gitarrist und Schlagzeuger als Support stieg er zunächst gemütlich ein. Im Zentrum des Trios stand nicht der Gesang oder eine kreative Bühnenshow, sondern ein schlichtes Gerät namens OB-6. Der analoge Oberheim-Synthesizer sah zwar harmlos aus, aber war als Leadinstrument verantwortlich für den Hauptteil der Klänge des Abends. Ihm entlockte Pablo Nouvelle immer wieder neue Kreationen und weitere Stationen, welche das Techno-Raumschiff ansteuern konnte. Beeindruckend am Samstagabend war jedoch nicht nur die Musik, sondern auch, was sich auf den drei Leinwänden hinter der Band abspielte. Die Visuals der Musiker unterstützten den Sound perfekt. Es waren Gesichter zu sehen, welche mit einzelnen Wörtern eine Art Sprechgesang der Band hinzufügten. Es blitzte, flackerte, donnerte und rumpelte mit bunten Farben, grellem Licht und vielem mehr. Eine Achterbahnfahrt fürs Auge, bei welcher es Loopings am Laufmeter gab. Pablo Nouvelle ist ein vielseitiger Musiker, der 2016 sein erstes offizielles Album «All I Need» veröffentlichte. Schon zuvor war er vom renommierten Mixmag für seine Eigenveröffentlichung «You Don’t Understand» mit dem Label «essentiell» gelobt worden. Die zwei Scheiben sorgten für Aufmerksamkeit, worauf Pablo Nouvelle zu einer ersten Europatournee aufbrach. Später besuchte er auch Südafrika, Mosambik und Swasiland und veröffentlichte 2018 das Album «Wired». 2019 unternahm er einen Ausflug in die Klassik mit «Piano Pieces» und auf der Scheibe «Eliso Lyamu Katata» sampelte er alte afrikanische Songs aus den 50er-Jahren. Die Reise ging weiter in den Trip-Hop mit dem Album «Atlas Internet Cafe» und nun machte er im TapTab mit dem Album «Vulnerability» Halt. Die Besucherinnen und Besucher erlebten auf der Tanzfläche keine Partyeskalation, es fühlte sich eher nach einer warmen Umarmung an. Die Musik hatte jedoch einen ständigen Zug, der zum Abgehen und Mitfeiern animierte. Pablo Nouvelle schaffte es, dass innert kurzer Zeit der ganze Saal feierte und seine Musik genoss. Nach diesem rasanten Flug durchs Weltall landete das Raumschiff schlussendlich wieder sicher auf der Erde.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen am 28. November in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“.

Horrorshow trifft auf Schwermetall

Die finnische Band Lordi brachte dampfende Heavy Metal – Musik und ein Hauch Horrorshow am Freitagabend in die Kammgarn. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Bild: Die Zombies und Monsters von Lordi heitzten ein. (Foto: Michael Kessler, Bericht Hermann-Luc Hardmeier)

Was für eine Ehre! Die finnische Band Lordi besuchte am Freitagabend die Kammgarn. Jene Band, die 2006 den Eurovision Song Contest gewonnen hatte und seither auf den grossen Bühnen Europas und der Welt haltmachte. Schaffhausen ist zwar eine Schuhnummer kleiner, aber dafür feierten das Publikum die Finnen, wie wenn der FCS an jenem Abend Schweizermeister geworden wäre. Optisch gesehen war das Konzert aber alles andere als eine schwarz-gelb feiernde Fankurve. Im Gegenteil, es sah grässlich und geradezu angsteinflössend aus. Unter lauten Jubelrufen und Applaus betrat eine Horde von Zombies und Monster am Freitagabend die Bühne an der Baumgartenstrasse. Die Gesichter war so gruselig geschminkt und entstellt, dass Horrorbuchautor Stephen King vor Freude sicherlich Luftsprünge gemacht hätte. Die Finnen mögen in den Klischees von manchen als scheue Einzelgänger gelten, die den ganzen Tag in der Sauna sitzen und dabei Bier trinken. Doch weit gefehlt. Ausser vielleicht die Geschichte mit dem Bier; denn der Gerstensaft sprudelte am Freitagabend intensiv in der Kammgarn. Die finnische Band hatte für ihre Emotionen keinen Kühlschrank, sondern eine mit Starkstrom aufgeladene Dampfwalze dabei. Die Wucht, Power und Energie ihrer Hardrocklänge fegten auch den letzten Tanzmuffel aus den Socken. Ihr musikalischer Mix bewegte sich zwischen dem Schwermetall von Bands wie Kiss, Alice Cooper oder W.A.S.P. der 80er-Jahre, aber auch elektronische Klänge gehörten zum Repertoire. Der spezielle Lordi-Dampfhammer schmetterte 2006 die Konkurrenz in Grund und Boden. Mit dem Song «Hard Rock Hallelujah» gewann die Band den Eurovision Song Contest für ihr Heimatland Finnland. Der Sieg war rückblickend nicht nur für die Musiker, sondern auch für die finnische Musikszene ein Katalysator. Am Freitagabend riss die Band sodann die Gäste mit der Abrissbirne ins Wochenende. Songs wie «It snows in Hell» oder «Demon Supreme» sorgten für mächtig Stimmung. Bei «Abracadaver» griff der Sänger sogar zu einer riesigen Kreissäge und bedrohte damit scherzhaft die Gäste. Bei «Down with the devil» schwenkte er einen dampfenden Totenkopf mit rot leuchtenden Augen durch die Luft. Ganz grotesk wurde es, als die Keyboarderin sich als Nonne verkleidete und ihr das Herz aus der Brust gerissen wurde. Die Gäste waren vorwiegend in schwarz gekleidet und hätten sich die düstere Tracht zwischendurch am liebsten vom Leibe gerissen, sich gegenseitig die Haare zerzaust, Tabasco gleich literweise getrunken und abgetanzt, bis die Tanzschuhe glühten. Ja, der Sound von Lordi war laut und heftig. Und ja: Ohne Oropax war man verloren. Aber trotzdem feierte die Munotstadt mit den Finnen ein wildes Fest, das keine Berührungsängste kannte. Als Zombies werden Menschen bezeichnet, die scheinbar verstorben sind und plötzlich wieder zum Leben erweckt werden. Verstorben war im Vorfeld glücklicherweise niemand, aber die Seelen und Herzen der Besucher wurden definitiv und intensiv von Lordi mit Leben geflutet.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am 14.11.2022.

Exkursion ins Bundeshaus

Am Mittwoch reiste Geschichtslehrer Luc Hardmeier mit der BMS ins Bundeshaus. Im Rahmen des Politikunterrichts nahmen sie an einer Führung durch das Parlamentsgebäude teil, trafen einen Ständerat und durften ihm Fragen stellen. Die Veranstaltung diente der Vertiefung des Unterrichts und stiess auf grosses Interesse. Alles in allem ein spannender Tag in der Hauptstadt der Schweiz.

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Tanzstimmung bei der musikalischen Entdeckungsreise

Im Schaffhauser Club „TapTab“ fand am letzten Wochenende das Musikfestival „KW43“ statt. Von Hermann-Luc Hardmeier.

«Ja! Endlich wieder KW43», freute sich Mitveranstalter Pascal Bührer über das hauseigene Musikfestival im TapTab. In der Kalenderwoche 43 von Donnerstag bis Samstag lud der Kulturclub auch dieses Jahr zu einem bunten Mix aus Livemusik an die Baumgartenstrasse. «Das Grundprinzip lautet, die Besucherinnen und Besucher müssen und sollen sich überraschen lassen», erklärt Pascal Bührer. «Wir haben bewusst verschiedene Musikrichtungen mit bekannten und unbekannten Bands kombiniert, damit die Gäste die ganze Bandbreite des TapTabs erleben.» Zudem achtete man auf ein faires Geschlechterverhältnis auf der Bühne und moderate Eintrittspreise. Am Donnerstag startete die musikalische Entdeckungsreise mit Alternative Rock von «Disco Doom» und Garage Rock von «BatBait». Die zwei Formationen stimmten die Besucher bereits früh auf das Wochenende ein und manch einer erschien nach der wilden Feier am Freitagmorgen wohl mit Augenringen im Geschäft. Am Abend ging es sogleich weiter mit HipHop von «Quinze Quinze», EDM sowie Pop vom «Kalabrese & Rumpel-Orchester» und Elektro-Folk von «Taxi Kebab». Es herrschte Tanzstimmung, bis die Füsse glühten. Keine Kehle blieb trocken und wer nach den Bands immer noch nicht genug hatte, genoss die Afterparty bis um 5 Uhr morgens. Am Samstag eröffnete den Abend «Z the Freshmen + Hotel Samar» mit R’n’B und das Publikum freute sich extrem über «Baby’s Berserk», welche eigentlich schon am Saisonschluss des TabTabs hätten spielen sollen, damals aber den Flieger verpassten. Ihre Punkklänge wurde abgelöst von «KT Gorique» mit HipHop und Dancehall. Einziger Wehrmutstropfen von KW43 war, dass die Lokalmatadoren vom «Lo Fat Orchestra» absagen mussten. Der Bassist hatte sich den Arm gebrochen. Abgesehen davon war das Musikfestival ein voller Erfolg und besonders schön war es anzusehen, dass die Besucher die Idee der Veranstaltung schätzten und sich offen zeigten, ihren typischen Musikgeschmack hinter sich zu lassen, um Neues zu entdecken. Jammerschade, dass am Sonntagabend die KW43 bereits endete. Nach so viel Abwechslung und Livemusik hätten viele Gäste ohne Probleme auch in die KW44 hinein weitergefeiert.

Von Hermann-Luc Hardmeier, erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am 7. November 2022.

«Unser Feuer brennt unermüdlich!»

Der radikal umgebaute «Jugendchäller» in Schaffhausen öffnet am Samstag unter dem Titel «klub 8». Das neue Team will den Raum nicht als Partymeile, sondern als neues Kulturzentrum betreiben. Von Hermann-Luc Hardmeier.

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Vor der Neueröffnung arbeiten Cyrill Wortmann, Dogukan Karatas, Maurice Corbach, Raoul Mökli und Yannick Vuga. (v.l.n.r.) vom klub 8 – Team bis zur letzten Minute fieberhaft, damit jedes Detail stimmt und perfekt zur Geltung kommt. (Foto: Hermann-Luc Hardmeier, Bericht: Hermann-Luc Hardmeier)

«Die Leute sollen «wow» sagen, wenn sie den klub 8 betreten», freute sich Yannick Vuga auf die Neueröffnung. «Wir versuchten, möglichst viel vom neuen Innenleben geheim zu behalten und «posteten» auch nichts darüber auf Social Media.» Die Überraschung ist der neuen Mannschaft des ehemaligen Jugendchällers gründlich gelungen. Beim Eingang begrüsst einen das imposanteste Kassenhäuschen der Stadt, die Bar wurde versetzt, die Bühne herausgerissen, das Lichtpult schwebt in der Höhe und, und, und. Das neue klub 8 – Team besteht aus 10 Freunden, ein bunter Mix aus Studenten und Handwerkern im Alter von 20 bis 25 Jahren. Während 10 Monaten haben sie sich die Finger wund geschuftet, jedes Wochenende, jeden Feierabend und jede freie Minute verbrachten sie im Gewölbe der Safrangasse 8.

Die Strassennummer war sodann auch der Namensgeber des neu aufgefrischten Lokals. «Ich dachte ein paar Mal, jetzt ist dann Schluss. Wir stiessen an unsere Grenzen», erklärte Raoul Mökli. Als gelernter Zimmermann übernahm er die Bauführung und instruierte seine Mitstreiter. Mit einem Schreiner und einem Elektriker waren zwar einige erfahrene Arbeiter an Bord, mit einer «normalen» Baustelle war der klub 8 jedoch nicht zu vergleichen. «Das Konzept wurde laufend entwickelt. Planung und Umsetzung liefen parallel und wir haben überall ein bisschen angefangen», lachte Maurice Corbach. «Es ging nicht anders, denn wir haben immer wieder stundenlang diskutiert und Kompromisse gesucht, was wir wie umsetzen wollten.» Die neue Position der Bar im Raum und wie sie auszusehen habe, war dabei einer der Hauptknackpunkte. «Einig waren wir uns nur in einem: Wir wollten eine radikale Veränderung und einen Neustart», erklärte Yannick Vuga. So riss das Team die alte, teilweise verschimmelte Inneneinrichtung heraus. Bezahlt wurde das von Ersparnissen, vielen Spenden und 50 000.- aus dem Kulturfonds der Windler-Stiftung. «Im Nachhinein war es ein Glücksfall, dass wir vor dem klub 8 eine Baustelle hatten», erklärte Dogukan Karatas. «Wir bekamen grosszügig nicht gebrauchtes Baumaterial, durften Werkzeuge ausleihen und für den Transport des Maurermörtels half man uns sogar mit dem Kran aus.» Zu normalen Baustellenpreisen hätten sie sich den Umbau unmöglich leisten können.

Kulturlokal statt Partytempel
Die 10 Freunde haben früher zusammen Partys organisiert. «Schon damals waren wir mit HipHop, 2000er, Goa oder Techno» sehr breit aufgestellt und wollen das auch in den klub 8 einbringen», so Karatas weiter. «Der Raum wird nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich komplett verändert», erklärt Yannick Vuga. «Wir wollen wieder regelmässige Events wie Poetryslams, Konzerte, Kunstausstellungen und natürlich auch Partys veranstalten. Maurice Corbach ergänzt: «Der klub 8 wird mit einem vielfältigen Angebot ein Kulturzentrum für alle Altersgruppen werden und kein Partytempel.» Unter der Woche soll der klub 8 auch wieder zusammen mit der Jugendarbeit als Jugendtreff genutzt werden. Der Umbau war für das zehnköpfige eine enorme Belastungsprobe und nach der Eröffnung am Samstag geht die Arbeit erst richtig los. Zudem könnte der klub 8 auch als Konkurrenz wahrgenommen werden. «Uns ist es wichtig, dass wir ein Miteinander und kein Gegeneinander wollen», so Maurice Corbach. «Unser Angebot ist so breit, dass wir niemandem in die Quere kommen. Wahrscheinlich wäre es aber sinnvoll, sich da und dort abzusprechen.» Yannick Vuga bilanziert: «Wir sind durch den Umbau als Freunde extrem zusammengewachsen und bereit für den Start. Das Feuer in uns für neue Ideen und Pläne brennt unermüdlich. Wir können es kaum erwarten, loszulegen.»

Geschichte des Jugendkellers
1965: Eröffnungsfeier (26. November) nach zwei Jahren Bauzeit
1972: Zwischenzeitliche Schliessung des Jugendkellers wegen Gewalt- und Drogenproblemen
1975: Nochmalige Schliessung
1983-1988: Renovation und Wiedereröffnung
2001: Wegen Finanzproblemen gibt der Verein den Raum an die Stadt zurück
2001-2005: Nur noch Fremdveranstaltungen + Vermietung
2005: Umfassende Renovation mit neuer Bar, Bühne usw.
2006: Wiedereröffnung unter dem Namen «Chäller»
2022: Radikaler Umbau und Neueröffnung als «klub 8»

Eröffnungsdaten

  • 29. Oktober: Opening-Party (Soft-Opening, nur mit Voranmeldung)
  • 4. November: Offizielle Eröffnungsfeier: Ab 17 Uhr Tag der offenen Tür. Jeder ist willkommen, um sich den Umbau anzuschauen. Ab 19 Uhr Präsentation + formelle Eröffnung
  • 5. November: Erste Party und offizieller Start des klub 8

Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichte“ am 24.10.2022. Von Hermann-Luc Hardmeier.