Eine Klangwolke mit Elektronikgewitter

Mit Horrorgeschichten im St. Galler Dialekt unterhielt die Band des satirischen Songwriters Manuel Stahlberger am Freitagabend im Schaffhauser Club “TapTab” das Publikum mit bizarren Geschichten und apokalyptischem Galgenhumor. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Bild: Stahlberger im Rampenlicht. (Foto: Mike Kessler, Bericht: Hermann-Luc Hardmeier)

Simsalabim! Das weisse Tuch wird gelüftet, und darunter verbirgt sich ein mürrisch-melancholisches Gesicht. Jenes von Manuel Stahlberger. In der Satiresendung «Deville» war der Komiker und Songwriter während Monaten der Sidekick des Showmasters und liess sich einmal pro Woche unter besagtem weissen Tuch hervorzaubern. Irgendwann hatte er genug vom Klamauk und konzentrierte
sich wieder auf das Musikalische. Am Freitagabend trat er zwar nicht vor dem
«Deville»-Grosspublikum auf, aber immerhin im TapTab, das einen Grossandrang verzeichnete. Mit seinem neuen Album «Dini zwei Wänd» ist er derzeit auf Tour und hat den Sprung in die elektronischen Gefilde gewagt. Nach wie vor ist sein Markenzeichen der ausgeprägte St. Galler Dialekt, in welchem er skurrile und bizarre Geschichten mit seinem altbekannten lakonischen Unterton erzählt. Die vierköpfige Band unterstützt ihn dabei gekonnt und tatkräftig. Doch bevor Stahlberger zur Trommelfellmassage ansetzte, wärmte die Vorband «Bitter Moon» das TapTab auf. Die zwei rollten einen
Klangteppich aus, der wirkte, als würde gerade ein Ufo im TapTab landen. Sphärische
Klänge, grellbunte Lichter und elektronische Musik mit mysteriös piepsenden Untertönen. Irgendwie verstörend, irgendwie aber auch sehr relaxend. Chill-out à la Morcheeba traf auf 80ies-Synthie-Pop.

Sozialkritische Alltagsbeobachtungen

Nach einer kurzen Umbaupause wurde das TapTab mit der Nebelmaschine kräftig eingedeckt. Dann erschien Manuel Stahlberger. Ein dramatischer Auftritt, vergleichbar mit Mephisto, als er sich bei Faust gerade seiner Pudelgestalt entledigt hatte und mit dem ahnungslosen Gelehrten den Teufelspakt schliessen wollte. Auch sonst schien Stahlberger ein bisschen mit den dunklen Mächten im Bunde zu sein. «Im nächsten Song geht es um einen Albtraum », erzählte er mit ernster Miene. «Aber das Schlimmste sind nicht das Blut und der Horror, sondern dass ich wieder in der Schule war.» Die Band gab Vollgas, und zusammen mit dem nächsten Lied über eine Regenbogensiedlung war ein markiger Einstieg gelungen. Die Texte waren gesellschafts- und sozialkritisch. Alltagsbeobachtungen wurden grotesk verzerrt und mit Stahlbergers apokalyptischem Galgenhumor dezent gewürzt. Stahlberger stand bei seinem Auftritt nicht gerne im Zentrum. Auf der Bühne hatte er verschiedene
Instrumente verteilt, die es ihm erlaubten, manchmal aus dem Rampenlicht zu
treten. Er spielte Keyboard, Ukulele und Synthesizer, welche er mit seiner markanten Erzählstimme mischte. Stahlberger sorgte dafür, dass die Besucher im TapTab auf einer
gemütlichen Klangwolke schwebten. Zwischendurch entlud sich ein kräftig-kurzes
Elektrogewitter. Insgesamt ein perfekter Start ins Wochenende.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten am 6. Mai 2019.

Mit Volldampf Richtung Jamaika

Am Freitagabend brachte Kabaka Pyramid politische Texte und warme Reggaemusik in die Kammgarn. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Bild: Kabaka in der Kammgarn. (Bericht: Hermann-Luc Hardmeier, Foto: Hermann-Luc Hardmeier).

Mit dem Klang einer Sirene startete der Partyabend in der Kammgarn. Auf die Bühne sprang sodann aber nicht die Schaffhauser Kantonspolizei, sondern der Obersheriff unter den Reggae-Kommissaren: Keron Salmon alias Kabaka Pyramid. Die ersten zwei Songs spielte nur seine Band The Bebble Rockers. Die vier Musiker füllten den Saal mit gemütlichen Klängen und setzten ein zur entspannenden Reggaemassage für die Gehörgänge. In gelben und grünen Lichtfarben erstrahlte die Kammgarn in der Kolorierungen der jamaikanischen Flagge und die Tanzfläche füllte sich gemächlich. „Das ist der perfekte Sound nach einer strengen Arbeitswoche“, freute sich ein Besucher. Nach einem Gitarrensolo war es sodann Zeit für die Hauptperson des Abends. „Are you ready for more Reggaemusic?“, wollte der Bassist wissen und ein lautes Johlen kam als Echo zurück. Kabaka betrat zusammen mit der Backgroundsängerin die Bühne und nun war es Zeit, um einen Gang höher zu schalten. Kaum hatte er das Mikrophon ergriffen, schwenkten die Besucher die Hände im Takt und versetzten die Tanzbeine in eine perfekte Sinusschwingung. Mit seiner sanften Stimme, der Rastafrisur und einem bunten, karibischen Hemd setzte der Sänger einen markanten Klang- und Farbtupfer für die Veranstaltung. Ein guter Song jagte den nächsten und der Reggaezug fuhr mit Volldampf Richtung Jamaika. Die Passagiere genossen die Fahrt ins Heimatland von Bob Marley und feierten die ganze Nacht. „Marijuana should be legalized!“, rief Kabaka ins Publikum und der fröhliche Lärmpegel verreit, dass einige Besucher durchaus der gleichen Meinung waren.

Keine Handys in Sicht

Inhaltlich liess Kabaka immer wieder durchblicken, dass er nicht nur gute Laune, sondern auch eine politische Botschaft im Gepäck hatte. Er sang gegen Unterdrückung und Diskriminierung an und kritisierte Politiker, die ihre Macht missbrauchen. Später nahm er auch die Bildungspolitik seines Heimatlandes und den Kapitalismus in die verbale Mangel. Das alles kombiniert er mit seiner Grundhaltung, dass Liebe schlussendlich das Wertvollste ist, was Menschen miteinander verbindet. Liebe für die Familie, liebe für die Nachbarn und liebe für die ganze Welt. Kabaka mischte immer wieder Klassiker unter seine Songs. So stimmte er „Hotstepper“ von Ini Kamoze oder „Ring di Alarm“ an und die Gäste flippten aus. Wobei an diesem Abend alles anders war als sonst. In der Kammgarn explodierte nicht ein Partyvulkan, sondern es glich eher einem Steichelzoo, der in Flammen stand. Irgendwie harmlos und gemütlich, auf der anderen Seite aber auch gefährlich und explosiv. „Do you love Reggae?“, fragte Kabaka die Besucher und die Hände schnellten in die Luft. Dabei fiel auf, dass keine Handys zu erspähen waren. An viele Konzerten sieht man mittlerweile den Künstler kaum noch, weil alle Besucher ihm ihre Smartphones vors Gesicht drücken. Die digitale Auszeit am Freitagabend war eine zusätzliche Wohltat neben der geschmeidigen Musik. Die Zugfahrt näherte sich in der Kammgarn langsam der Endstation. Mit der Zugabe gab es noch eine letzte rasante Fahrt durch den musikalischen Gotthardtunnel und unter lautem Applaus verabschiedete sich Kabaka schliesslich von einem glücklichen Publikum.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen am 8. April 2019 in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten“.

Auf dem Surfbrett durch die Kammgarn

m Samstag heizten die Bands Talco und The Tips dem Publikum in der Kammgarn ein. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

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Bildlegende:Die sechs Talco-Musikpiraten aus Venedig sorgte für eine volle und tanzwütige Kammgarn. (Foto: Michael Kessler. Bericht: Hermann-Luc Hardmeier)

Eine riesige Partystimmung an der Baumgartenstrasse. Am Samstagabend brannte die Hütte unter den Füssen der zahlreichen, tanzwütigen Besucher. Bereits die Vorband liess keine Müdigkeit aufkommen. Mit einer Mischung aus Reggae, Ska, Soul und Skapunk schmetterten The Tips den Gästen einen Hit um den anderen um die Ohren. Auch sie selber wurden mitgerissen. Der Drummer sprang auf und riss sich die Mütze vom Kopf, der Bassist liess die Besucher den Basslauf singen, damit er genüsslich ein Bierchen zwitschern konnte. Das Trio aus Düsseldorf tanzte bei den Songs selber mit und ging dabei ab wie Schmidts Katze. Bei einem Song hatten der Drummer und der Bassist die Plätze getauscht und sorgten mit der Aktion für johlende Zurufe des Publikums. Der Sänger wollte schliesslich von den Zuschauern wissen: „Kann hier jemand surfen?“ Als sich einer lautstark meldete, kam die grosse Überraschung. The Tipps hatten ein Surfbrett dabei, welches das Publikum über den Köpfen halten musste, und der ausgewählte Besucher stand sodann über dem Menschenmeer. Beim nächsten Song kam es sodann nicht zum Stagediving, sondern zum echten Crowd-Surfing, als das Publikum das Surfbrett mitsamt dem mutigen Kapitän einmal quer durch den Saal bewegte. Es sah zwischendurch ein bisschen abenteuerlich aus, machte aber unglaublich viel Spass. Grün-rote Scheinwerferfarben wechselten sich mit hellem Blitzlicht ab und zum Abschluss gab es für die Trommelfelle nochmals eine deftige Skapunk-Massage.

Bis die Hüften glühen
Auf der Tanzfläche brodelte es bereits, als der Hauptact nach einem Countdown und einer Einmarsch-Hymne wie bei einem Boxkampf die Bühne enterte. Mit einer unglaublichen Energie rockte die Band sogleich los. Die sechs Musiker kommen aus Venedig und touren bereits seit 18 Jahren um die Welt. Ihre italienische Version der Skamusik war vor allem eines: unglaublich schnell. Lewis Hamilton würde mit seinem Formel-1-Rennauto daneben wie eine lahme Schnecke aussehen. Es begeisterte nicht nur der Offbeat, welcher die Gäste antrieb, sondern vor allem die Kombination der knackigen Klänge mit der Bläserfraktion. Trompete und Saxophon sorgten dafür, dass es einen explosiven Skapunk-Cocktail für die Ohren ergab. Die Hälfte der Kammgarn war bereits dem Pogotanz verfallen. Ellbogen, Kniekehlen und Hüften glühten im Dauereinsatz. „It’s fucking hot here“, stellte Frontmann Tomaso De Mattia zufrieden fest. Als sodann noch eine Skaversion von „Bella Ciao“ gespielt wurde, brachen alle Dämme und der Schweiss floss literweise. „Für mich ein absolutes Highlight“, lobte Besucher Ramon Rohner den Auftritt und auch Roman Spengler meinte: „Als Ska-Fan der 1. Stunde fühle ich mich heute gleich in meine Jugend zurückversetzt.“ Der italienische Charme der Combo eroberte die Herzen der Kammgarnbesucher und einige werden nach dieser musikalischen Starkstromattacke wohl mit einem angenehmen Muskelkater am Montag zur Arbeit erscheinen.

Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am 18. März 2019.

Ska-Jazz von den Meistern aus New York

„Mein Herz schlägt für Ska und das wird immer so bleiben“, erklärte Sänger Fred „Freddy“ Reiter kurz vor Konzertbeginn. Am Merchandise-Stand nahm er sich Zeit für einen Schwatz mit dem Publikum und erzählte, dass er bisher alles andere als eine besinnliche Weihnachtszeit hatte. Am Abend zuvor beispielsweise spielte seine Band im Rahmen der aktuellen Europatournee vor einer kochenden Meute aus 500 ausgeflippten Italienern in Rom.

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Die Band aus New York gab Vollgas. (Foto: Hermann-Luc Hardmeier. Bericht: Hermann-Luc Hardmeier)

In der Kammgarn begann das Konzert am Freitagabend zunächst gemütlich. Das New York Ska-Jazz Ensemble ist bekannt dafür, dass sie bekannte Jazzsongs aber auch Reggaenummern und andere Lieder in ihrer speziellen Kreation aus Ska, Rocksteady, Swing, Bepopp und Jazz neu vertonen. Die Band existiert seit 1994 und hat in ihrer langen Karriere auf satten elf Alben aber auch viele eigene Songs herausgebracht. Gesungen wird selten, im Zentrum stehen die Instrumente. Allen voran das Saxophon von Fred Reiter. Auffällig in der Kammgarn war, dass sich das Konzert wie eine Fieberkurve entwickelte. Zunächst hörten die Gäste genüsslich zu. Dann bewegten sich die ersten Hüften und es knickten einige Kniekehlen im Takt. Die Temperatur stieg rasant und bereits nach dem dritten Song herrschte im Saal Tanzstimmung. Die sechs Musiker stachelten die Besucher immer weiter an, bis das Quecksilber im Fieberthermometer kochte. Die Band stand unter Strom und liess keine Langeweile aufkommen. Der Offbeat hypnotisierte, das Keyboard euphorisierte und der Schlagzeuger marschierte. Irgendwann riss es die Musiker selber mit und sie tanzten und feierten auf der Bühne. Hits wie „A message to you Rudy“ und „Nasty by Nature“ erklangen. Die Band überzeugte restlos und das Publikum „erklatschte“ sich begeistert mehrere Zugaben.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen am 31. Dezember 2018 in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten“.

“079”-Chartstürmer sorgen für volle Kammgarn

Lo und Leduc aus Bern feierten am Samstag mit 800 Besuchern in der Kammgarn Schaffausen eine grosse Party. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

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Foto: Selwyn Hoffmann, Bericht: Hermann-Luc Hardmeier.

Seit Wochen ausverkauft. Eine riesige Schlange vor dem Eingang. Eine ganze Halle voller begeisterter Fans. Wer unter solchen Vorzeichen  auftritt, der hat alles richtig gemacht. Die Berner Musiker Lo und Leduc beehrten am Samstagabend die rappelvollen Kammgarn. Im Rahmen ihrer „Update 4.0“ – Tour besuchten sie Schaffhausen und liessen nichts anbrennen. Nachdem ihr Produzent und DJ Dr. Mo als Vorband die Besucher eingestimmt hatte, starteten die zwei mit „Chileli vo Wasse“ den Abend. Dramaturgisch geschickt liessen sie die Besucher eine Weile warten, schalteten danach das Saallicht komplett aus und stürmten unter lautem Applaus die Bühne. Der Beifall war so gross, dass Leduc spontan versprach, dass einem dritten Auftritt in der Kammgarn im nächsten Jahr nichts mehr im Weg stehe. Faszinierend am Konzert waren nicht nur die Lieder, sondern auch die Lichtshow. Auf der Bühne waren überall Lichtstäbe verteilt, die im Takt der Musik blau, rot und in anderen Farben leuchteten. Manchmal sah man auf dem Partypodest auch ein Regen voller Sternschnuppen oder glühend roter Lavaströme sich ihren Weg bahnen. Neue Songs aus dem aktuellen Album erklangen und viele bekannte Hits der Chartstürmer. Die Besucher waren Textsicher und sangen lauthals die Refrains mit. Für einen Abend war Berndeutsch die erste Landessprache in der Kammgarn.

Kritik an neuen Liederversionen

Die Gäste genossen den Abend, aber dennoch war das Konzert ganz anders als die bisherigen. Lo und Leduc traten diesmal in der Kammgarn ohne Band, aber mit DJ auf. Für ihre aktuelle Tour haben sie zudem zu ihren bestehenden Liedern neue Melodien gemischt. Nicht selten waren die Songs mit bekannten Beats etwa von 50 Cent oder Sean Paul untermalt. Dadurch war jedes Lied neu, auch wenn man es kannte. Dieses Experiment war entstanden, weil Lo und Leduc nach unzähligen Auftritten nicht in eine Routine verfallen wollten. Die neuen Versionen der Songs waren etwas härter und nicht so melodiös, wie wenn sie mit echten Instrumenten, Backgroundsängerinnen und den Originalmelodien gespielt würden. Dies polarisierte. Einige Gäste kritisierten, dass den Songs die Wärme fehle und man sich an einer Mischung aus Techno- und Rapkonzert befände. Andere wiederum waren davon begeistert, dass die Lieder aufgefrischt wurden und man ein bisschen Abstand von den 0815-Radioversionen genommen hatte.  Spätestens um 22.59 Uhr verstummten jedoch die Kritiker. Als der Megahit 079 in der Originalversion erklang, sangen 800 Kehlen mit und feierten die Musiker. Einmal mehr gewannen Lo und Leduc die Herzen der Schaffhauser. Viele können es kaum erwarten, bis sie das nächste Mal in der Munostadt auftreten. Wenn sie dann wieder mit Band und den Originalversionen ihrer Lieder kommen, würde man sich sogar doppelt freuen.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am 24. Dezember 2018.

Hüftschwung mit den Ska-Legenden

Die Ska-Legenden „The Skatalites“ sorgten am Freitag in der Kammgarn für Tanzstimmung und eine Überraschung. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

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Bild: Die Skatalites rockten Schaffhausen. (Foto: Phillip Schmanau, Bericht: Hermann-Luc Hardmeier)

Was haben Dinosaurier, Festnetztelefone und Birkenstocksandahlen gemeinsam? Richtig! Sie sind ausgestorben oder man wünschte sich zumindest, dass sie ausgestorben wären. Ganz im Gegenteil zu den Skatalites, die seit über 50 Jahren die Welt mit Musik bereichern und keine Anzeichen dafür sprechen, dass sich dies demnächst ändern wird. Am Freitagabend betrat die Formation aus Jamaika die Bühne und für eingefleischte Ska-Fans war dies alleine schon eine kleine Sensation. Denn die Skatalites gelten als Erfinder der Ska-Musik und werden je nach Quelle auch als deren Namensgeber genannt. Das Warm-Up für die karibischen Urgesteine machte die Thurgauer Band „Jar“. Die fünf Musiker sorgten mit warmen Klängen für eine rasche Gletscherschmelze auf der Tanzfläche. Wie aus dem nichts war der eben noch fast leere Raum gefüllt und viele nutzten die Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen. Die fünf Musiker starteten mit gemütlichem Rocksteady und zogen danach das Tempo an.

Bunte Gästeschar

Nicht weniger farbenfroh als die Musik waren auch die knapp 300 Gäste des Abends. In den vordersten Reihen sah man viele junge Reggaefans mit Dreadlocks, aber auch Pärchen mittleren Alters mit T-Shirts in den Jamaikafarben. Schaffhausen hatte früher eine sehr lebendige Ska-Band-Szene. Scaramanga, Plenty Enuff und viele weitere bereicherten die Ohren der Munotstadt. Kaum verwunderlich, dass auch einige der ehemaligen Musiker den Abend vor Ort genossen. „Es ist genial, fast schon eine kleine Zeitreise“, sagte ein ehemaliges Mitglied der Formation Pete Bamboo.

Prosit mit den Gästen

Ganz in blauem Licht mit weissen Schneeflocken durchsetzt näherte sich auf der Bühne der Auftritt von Jar dem Höhepunkt. Der äusserst gut gelaunte Sänger prostete kollektiv mit den Besuchern an und verkündete: „Wir sind heute hierhergekommen, um Musik und Liebe zu feiern.“ Die Combo hat über 10 Jahre Bühnenerfahrung und stand bereits mit Grössen wie The Aggrolites, Keith & Tex oder The Upsessions zusammen auf den Brettern. Nach der Aufforderung „Kammgarn, schwingt eure Hüften“, legte der Bandleader gleich selber ein Tänzchen aufs Parket.

Posieren mit der 007-Pistole

10, 9, 8, 7, 6 … Die Skatalites zählten kollektiv mit den Gästen den Countdown zum Konzertbeginn. Bei null riefen alle im Chor „Freedom“ und das Feuerwerk wurde gezündet. Es gab kein Halten mehr, alle setzten ihre Tanzschuhe in Bewegung. Es sah so aus, als wäre ein Ameisenhaufen unter Starkstrom gesetzt. Es brach allerdings keine Hektik, sondern eher eine gemütliche Euphorie aus. Schon beim 2. Song erklang einer der Klassiker der Band. Die Ska-Version der 007-Titelmelodie. Viele im Publikum posierten demonstrativ mit einer aus Daumen und Zeigefinger geformten James-Bond-Pistole und schossen geräuschvoll in die Luft.

Gründungsmitglied taucht auf

Sehr zentral für die Skatalites ist die dreiköpfige Bläserfraktion. The Skatalites ist in erster Linie eine instrumentale Band, welche nicht nur packende Melodien spielt, sondern auch viel Platz für Solos der einzelnen Künstler lässt. Die Musik hatte zwischendurch sogar etwas Hypnotisches. Die Gäste konnten sich in Trance tanzen und gedanklich an die schönen Strände von Jamaika schweben. Die Sonne schien dabei nicht auf die Haut, sondern in die Herzen der Zuhörer. Nachdem Hits wie „Rock Fort Rock“ oder „Latin goes Ska“ erklungen waren, gab es sodann eine schöne Überraschung. Sängerin und Gründungsmitglied Doreen Schaffer betrat die Bühne. „Schaffhausen, how are you doing? It’s a pleasure tob e here“, freute sich die Jamaikanerin. Mit ihrer Leidenschaft am Mikrophon machte sie schnell klar: The Skatalites sind noch lange nicht müde. Es wurde ausgelassen gefeiert und der Abend schliesslich mit einer Afterparty mit DJ Doublechin und den Bababoom Allstar DJs passend abgerundet.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am 22. Oktober 2018.

Dem Zorn eine Stimme gegeben

Die Band Knöppel trat am Freitag laut fluchend vor vollen Rängen in der Kammgarn Schaffhausen auf. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Jack Stoiker sieht zwar harmlos aus, doch seine Wortwahl haut den Zuhörer vom Hocker. Wenn seine Band Knöppel aus dem Autoradio beim Vorbeifahren dudelt, dann springen Rentner zur Seite, Zahnärzte schliessen die Fenster ihrer Praxen und Mamis halten ihren Kindern am Strassenrand verzweifelt die Ohren zu. In den Liedern wird derart deftig geflucht, dass Adolph Freiherr Knigge im Grab am liebsten gleich einen Salto gemacht hätte. Beleidigungen, Manipulationen am Unterleib, Fäkalien und unzüchtige Wörtchen aller Arten unterhielten die Kammgarnbesucher am Freitagabend knapp drei Stunden lang. Eigentlich erstaunlich, denn Jack Stoiker alias Daniel Mittag wirkt auf den ersten Blick nicht so, als sässe eine betrunkene Seeräuberbande auf seinen Stimmbändern. Er arbeitet als Wirtschaftsinformatiker, ist Politiker bei Grünen in Fribourg und Familienvater mit Jahrgang 1973. Wie passt dieses „gesittete“ Leben mit diesen vulgären Texten zusammen? Es muss eine Art Ventil sein. Auf der Bühne will er «die Sau rauslassen», wie er selber sagt. Zudem verweist er auf amerikanische Raptexte, bei welchen das F-Wort nonstop fallen würde. Im Vergleich dazu sind Jack Stoikers Texte eigentlich nur Durchschnitt. Den Kammgarnbesuchern gefiel es enorm. Der Duden wurde mit dem Mähdrescher überfahren, der verbale Anstand ausgepeitscht und der Sittenwächter schüttete sich Aromat in die Augen, damit er nicht hinsehen konnte. Aber: Jeder von uns flucht im Alltag. Sei es wegen der Steuerrechnung, dem Tritt in ein Hundehäufchen oder wegen der langsamen Supermarkt-Kassiererin. Knöppel gibt unserem Zorn eine Stimme. Vielleicht ist es genau das, was den Reiz dieser Band ausmacht: Knöppel ist ehrlich. Und das ist gut so.

Von Hermann-Luc Hardmeier, erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am 8. Oktober 2018.

Ein musikalisches Erdbeben auf dem Kammgarn-Hof

Palko!Muski und vier weitere Bands sorgten am Hoffest der Kammgarn für Grossandrang und Tanzstimmung. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

hoffest+hardmeier

Foto: Selwyn Hoffmann. Bericht: Hermann-Luc Hardmeier.

„Leckeres Bier und gute Musik, es ist einfach gemütlich hier“, freute sich Besucher Lorenz Keller am Hoffest der Kammgarn. Schätzungsweise 1800 Besucher feierten trotz Kälte die Saisoneröffnung des Kulturlokals auf dem Parkplatz vor der Eventhalle. „Die Veranstaltung ist unser Dankeschön an die Gäste“, erklärte Claudio Keller vom Kammgarnteam die Idee des Anlasses. „Der Eintritt ist gratis und soll musikalisch unsere Vielfältigkeit zeigen. Zudem hoffen wir natürlich, dass der Funke auf der Tanzfläche springt.“ Im Verlaufe des Abends sollte er tatsächlich nicht nur springen, sondern doppelte und dreifache Rückwärtssaltos vollführen. Doch der Reihe nach. Um 17.30 Uhr begann alles ganz gemütlich auf der Terrasse der Kammgarnbeiz. Die Ein-Frau-Band Monzoo aus Schaffhausen eröffnete mit gemütlichen Songs und humorvollen Texten die Veranstaltung. Es folgte das Duo Quiet Island aus Genf, ebenfalls auf der Terrasse. Zwischendurch gab es Nieselregen. Die Besucher trudelten langsam ein und liessen sich von der Nässe und Kälte nicht abschrecken. In der Beiz hatte es eine behagliche Chai-Tee-Lounge mit bequemen Sofas, auf dem Kammgarnhof lockte ein sehr breites kulinarisches Angebot. Deftige Hamburger, das berühmte Tschannen-Risotto, würziges Gulasch, Lunas süsse Crêpes, exotische Momos, delikate Thai-Moving-Noodles und, und, und. Doch nicht nur für den Hunger, sondern auch für den Durst gab es Schmackhaftes. Sieben lokale Bierbrauer hatten einen Stand, an welchem man Gerstensaft aus Heimproduktion verkosten konnte. „Wir produzieren etwa 1000 Liter pro Jahr und es ist natürlich ein Highlight, dass wir heute der Öffentlichkeit unsere Schätze zeigen können“, sagte Toni „Manitou Thön“ Kraner. Er stellt mit seinen Kollegen unter anderem das „Rhyale“ her, das sie scherzhaft auch „Rhyalge“ nennen. Auf der Bühne machte sich mittlerweile die Formation Quince aus Schaffhausen bereit. „Das OK hat dafür gesorgt, dass es nicht mehr regnet. Also bitte kommt näher zur Bühne!“, pries Moderator Simon Sepan die Band an. Die Musik begeisterte und die ersten Tanzbeine knickten nonchalant im Takt. Auf dem Festgelände zirkulierten derweil Mitglieder der Afghanistanhilfe Schaffhausen, welchen man das Becher-Depot spenden konnte. Einige von ihnen hatten einen Eimer mit Mini-Basketballkorb dabei, damit der soziale Akt mit einer sportlichen Herausforderung kombiniert werden konnte. Der Kammgarnhof füllte sich mehr und mehr. Es dunkelte ein und die Combo Panda Lux aus St.Gallen sorgte nun für gute Stimmung. Der Pop-Rock der vier Musiker eroberte auch die Herzen der elegantesten Damen und coolsten Hipster im Publikum. Nun war die perfekte Betriebstemperatur erreicht, um den Knüller der Veranstaltung zu empfangen. Auf dem Kammgarnhof gab es fast kein Durchkommen mehr, als die Schaffhauser/Zürcher Band Palko!Muski die Bühne betrat. Die fünf Musiker kombinierten Gipsy Polka mit englischen Texten, die mit dem Akzent eines angetrunkenen russischen Seemanns gesungen wurden. Ganz bewusst raubeinig und elektrisierend zugleich. Das musikalische Erdbeben riss die Besucher mit. Es wurde getanzt, gefeiert und die Refrains aus vollen Kehlen mitgesungen. Der Sänger Baptiste Beleffi zog wie immer alle Register: Er sprang und turnte auf der Bühne, liess die Besucher auf den Boden kauern und ekstatisch auf Kommando in die Höhe springen. Er setzte zum Stagediving an und schlussendlich zeigte er dem Publikum seinen nackten Hintern. Die Partytiger verteilten sich im Anschluss an dieses Feuerwerk auf die Afterpartys. Im neuen Flügelwest drehten unter anderem die Chiesgrueb-DJs mit 80s und 90s an den Turntables. Im TapTab wurde elektronisch gefeiert und in der Kammgarnhalle heizte das Nightrider Soundsystem die Hitparade durch die Boxen. Keine Frage: Der Saisonstart der Kammgarn ist geglückt und hat Hunderten von Besuchern einen grossartigen Abend bereitet.

Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am Montag, 27. August 2018.

Dank einer Handyvorwahl vom Herrenacker zum Partyacker

Lo & Leduc brachten gestern lastwagenweise gute Laune und Tanzstimmung ans «Stars in Town». Eine Konzertkritik von Hermann-Luc Hardmeier.

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Bild: Lo & Leduc am Stars in Town 2018. (Foto: Selwyn Hoffmann, Bericht: Hermann-Luc Hardmeier)

«079 het sie gseit» und «Per favore», so klang es gestern Abend aus über 6500 Kehlen auf dem ausverkauften Herrenacker. Die Chartstürmer aus Bern namens Lo & Leduc feuerten einen Hit nach dem anderen aus ihrem musikalischen Maschinengewehr. «Sie sind besser als ‹Despacito› und besser als Ed Sheeran!», kündigte Moderator Alex Blunschi die Formation vollmundig an. Wer bei Konzertbeginn noch nach vorn an die Bühne wollte, hatte Pech. Es gab kein Durchkommen mehr, als die zwei Frontmänner loslegten. Sie wurden flankiert von einer achtköpfigen Band und einer stimmgewaltigen Backgroundsängerin. In der Munotstadt sind sie zudem nicht unbekannt. 2015
spielten sie bereits am «Stars in Town», und im vergangenen Dezember beehrten sie die Kammgarn. «Es ist ein Glücksfall, dass wir sie buchen konnten. Sie passen perfekt ins Programm», freute sich Mediensprecherin Nora Fuchs. Lo & Leduc spielten Popmusik, mischten diese mit Latino, Reggae, Hip-Hop und weiteren Elementen.Die Gute-Laune-Musik steckte an. Überall schwangen die Hüften und die Hände. Vor der Bühne, auf der VIP-Terrasse, in den offenen Fenster der Anwohner und selbst die Ameisen auf dem Platz schienen im Takt zu krabbeln. «O mein Gott, es ist so geil hier», freute sich Rapper Lo, bevor er eine kräftige Freestyle-Session einläutete. Und das ging so: Die Besucher riefen den Künstlern Begriffe zu, welche sie in den Raptext einbauen sollten.
«Hörnlisalat», «T-Shirt», «Tiramisu», «Bürzi» und weitere Kuriositäten galt es
einzubetten. Lo machte das so genial, dass Leduc kleinlaut murrte: «Nach so einer Show
komme ich mir immer ein wenig unspontan vor.»

hardmeier+luc+lo+leduc

Diabolisches Licht und Hüpfbefehl
Doch im diabolisch roten Licht startete er nun den Hit «Jung verdammt», bei welchem
die Textzeile «Rotes Chleid» so lautstark mitgesungen wurde, dass der Munot erzitterte.
Die zwei baten nun alle Besucher niederzuknien. «Die Stadtverwaltung hat gesagt, der
Platz sei schräg, wir müssen ihn nun geradestampfen », forderte Leduc, und die Gäste
hüpften auf Befehl kräftig auf und nieder. Als am Schluss nun der Chartstürmer «079»
erklang, gab es kein Halten her. «Schaffhausen, es war magisch», freute sich Leduc. «Wir
kommen gern nächstes und jedes Jahr danach wieder.»

Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am Samstag, 11. August 2018.

Mit der Zeitmaschine nach Woodstock

Flower-Power mit älteren Herren in der Kammgarn: Die Band Canned Heat, die mit ihren Hits eine ganze Epoche prägte, macht im Rahmen ihrer Europatournee auch in Schaffhausen halt. Eine Konzertvorschau von Hermann-Luc Hardmeier.

hardmeier+hermann+luc+cannedheat

Wow, das war eine abgefahrene Zeit! Woodstock 1969. Das bisher grösste Flower-Power-Festival lockte 400 000 Besucher an und gilt bis heute als einer der Höhepunkte der Hippiebewegung. Bei sommerlichen Temperaturen im August zelebrierte die Partymeute gute Musik und freie Liebe. 32 Bands spielten damals für die Festivalbesucher. Darunter Canned Heat, die im selben Jahr ihren grössten
Hit «Going up the Country» herausgebracht hatte. Mittlerweile ist viel Zeit vergangen. Verschiedene Bandmitglieder – unter anderem Frontmann Bob Hite – starben an den Spätfolgen ihres Drogenkonsums. Von den Woodstockbands touren nur noch zwei durch die Welt. Eine davon ist Ten Years After, die andere nennt sich Brennpaste in Blechdosen.
Oder zu Deutsch: Canned Heat.

Am heute machen sie im Rahmen ihrer aktuellen Europatournee in der Kammgarn halt. Ein Grund für die Munotstadt, kollektiv die Peace-Flaggen an die Fenster zu hängen und die Schlaghosen aus dem Kleiderschrank zu nehmen. Doch wie kommt es, dass eine 1967 gegründete Formation bis heute gefragt ist?

Von den Gründern nur noch einer dabei

«Canned Heat haben so viele Hits produziert, dass sie die Epoche prägten», erklärt
Sabine Trunzer vom Management der Band. «Sie sind ihren Wurzeln treu geblieben. Man
erkennt sie an den ersten zwei Tönen ihrer Songs.» Wer jetzt glaubt, man sehe an den
Konzerten nur Rentner mit Blumenkränzen im Haar, der irrt sich gewaltig. «Wir stellen
fest, dass die Musik auch viele Junge begeistert », so Sabine Trunzer weiter. «Sehr auffällig ist das etwa in Frankreich, wo der Altersdurchschnitt fast wie damals in Woodstock selber ist.» Wegen Todesfällen und Austritten ist von der Gründerformation nur noch Bassist Larry Taylor dabei. Verstärkt wird er aber von Urgestein Adolfo «Fito» del Parra. Dieser hatte kurz vor Woodstock Frank Cook ersetzt, doch er wollte zunächst nicht am Open Air auftreten. Die Band hatte seiner Meinung nach zu wenig geprobt. Er drohte, aus der Formation auszusteigen, und konnte nur durch den damaligen Manager Skyp Taylor überzeugt werden. Dieser schloss mit dem Generalschlüssel das Hotelzimmer
auf, überrumpelte den widerspenstigen Drummer und verfrachtete ihn mitsamt den anderen Musikern in den nächsten Helikopter nach Woodstock. Doch diese wilden
Zeiten sind vorbei. Das Quartett ist mittlerweile brav, und die zwei Urgesteine werden
verstärkt von John Paulus, zehn Jahre Hausbassist bei John Mayall, und Dale Spalding
aus Texas, einem der namhaftesten Mundharmonikaspieler aus dem Süden der USA. Canned Heat haben Bluesrock mit Boogie kombiniert. Sie setzten Mundharmonika und Flöten ein, was zur Kombination aus sanften Klängen mit deftigem Tiefgang führte. An den Auftritten fühlt man sich beinahe in die Swinging Sixties verfrachtet. Einziger Wermutstropfen ist jeweils der Abschiedsgruss der Band. Früher beendete Bob Hite das Konzert mit den Worten «And don’t forget to boogie!» Heute nehmen die Besucher diese Botschaft in den Herzen mit nach Hause.

Von Hermann-Luc Hardmeier, Erschienen in der Zeitung “Schaffhauser Nachrichten” am 4. Juni 2018.