Bierdusche bei der Plattentaufe von „Purple Headspace“

Im „Klub 8“ in Schaffhausen taufte am Freitagabend die Band „Purple Headspace“ ihre neue CD. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Der Abend begann ganz harmlos und endete in einem kochenden Partykessel. Die Schaffhauser Band Purple Headspace hatte in den Klub 8 geladen, um ihre neue Scheibe namens «The art of ruining evertythin» zu taufen. Zuerst füllte sich der Klub 8 verhalten mit Besuchern, doch plötzlich war der Raum voll mit tanzhungrigen Gästen, welche von der Vorband «Kugelwal» deftig aufgemischt wurden. Die Band war wie ein musikalischer Schneepflug, der alles überfuhr, was sich ihm in den Weg stellte. Das Duo war nur mit Bass und Schlagzeug ausgerüstet, doch die zwei Instrumente hatten viel Power und die selbstironischen Songs animierten zum Mitsingen. Besonders ein Lied, bei welchem es um ein Spanferkel ging. Danach erklang das Intro der Filmreihe «Star Trek» und Purple Headspace enterte die Bühne. Das Trio startete mit Gitarre, Bass und Schlagzeug etwas ruhig, doch es braute sich ein Unwetter zusammen und beim dritten Song brach das Gewitter aus. Es donnerte und blitzte heftig. Der Sänger zog das T-Shirt aus und die Leute tanzten wilden Pogo vor der Bühne. Es erklang ein wilder Mix aus Punkrock, Grunge, Psychodelic-Rock und Stonerrock. «Unsere Musik hat extremen Punch und Energie», erklärte Drummer Loris Brütsch. «Wir überraschen gerne und die Songs verlaufen nie 0815-mässig.» Und er sollte recht behalten. Das Gewitter verwandelte sich in einen Tanz-Tornado und erlebte seinen Höhepunkt, als das Trio mit einer Bierdusche die neue Scheibe feierlich tauften. «Es war genial», sagte Dogukan Karatas vom Klub 8 – Team. «Wir möchten unser kulturell vielfältiges Programm zeigen und freuen uns sehr, dass Purple Headspace als erste Band im neuen Club so einen tollen Start aufs Parkett gelegt hat.»

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am Dienstag, 3. Januar 2023.

Wenn der Professor plötzlich Party macht

Die Band «Professor Wouassa» lädt am Freitag zu heissen Afrobeats und setzt damit einen Gegenpunkt zur besinnlichen Weihnachtsstimmung. Eine Konzertvorschau von Hermann-Luc Hardmeier.

Da würden sich die Studenten wundern, wenn im Vorlesungssaal plötzlich Partystimmung ausbrechen würde. Doch genau diesen Plan verfolgt Professor Wouassa am kommenden Freitagabend. Kollektive Euphorie statt PowerPoint-Folien. Lockeres Zuprosten an der Bar anstelle von prüfungsrelevanten Notizen, die man anfertigen muss. Auf dem Lehrplan stehen keine Vorlesungen und Seminare, sondern lediglich das Wort «Tanzstimmung». Alles in allem ein vielversprechendes Konzept, welches die TapTab-Universität ihren Studenten, äh Pardon, ihren Gästen bieten wird. Am Freitagabend wird nicht gebüffelt, sondern gefeiert.

Wilder musikalischer Mix

Die Band «Professor» Wouassa wurde 2003 in Lausanne gegründet und seither jagt ein Erfolg den nächsten. Mit Afrobeats als Basis und ein wilder Mix aus Ethno-Jazz, Rumba, Salsa, Funk und vielen afrikanischen Musikrichtungen aus Ghana, Sénégal, Kongo und Nigeria ist eines ganz klar: «Wir haben unseren ganz eigenen Musikmix, den man so bei keiner anderen Band auf dem Globus hört», sagt Gilles Dupuis von Professor Wouassa. Die Band spielte bereits an Grossveranstaltungen wie dem Cully Jazz-Festival, dem Paléo Festival oder der Winterthurer Musikfestwochen.

Ewige Liebe und defekte Computer

Doch wie um alles in der Welt kommt man zu einem Bandnamen wie Professor Wouassa? «Da steckt eine witzige Story dahiner», erklärt Gilles Dupuis. «Wir haben in unseren Briefkästen immer wieder Visitenkarten gefunden, auf denen irgendwelche Wunderheiler die ewige Liebe oder unermesslichen Reichtum versprochen haben. Manchmal ging es aber auch um ganz banale Dinge wie die Reparatur von defekten Küchengeräten und Computern. Die Namen auf diesen Visitenkarten waren manchmal sehr dubios und ausgefallen. Eine der Karten war mit Professor Wouassa angeschrieben. Als wir dann einen Bandnamen suchten, fiel uns wieder diese Geschichte ein.» Wer nun aber denkt, in den Songs von Professor Wouassa gehe es ebenfalls nur um die ewige Liebe und um defekte Küchengeräte, der irrt sich glücklicherweise gewaltig. «Wir rufen in unseren Liedern dazu auf, dass die Menschen wieder mehr Rücksicht aufeinander nehmen, dass man teilt, tolerant und offen ist. Kurzum, die Welt soll ein besserer Ort werden», so Gilles Dupuis. «Das ist nicht unbedingt politisch gemeint, denn wir fühlen uns keiner Partei zugehörig. Eine gesunde Portion Gesellschaftskritik haben wir uns aber durchaus auf die Fahnen geschrieben.» Zu finden ist dies beispielsweise beim Song «Confined People», bei welchem ein dicker Afrobeat auf einen feinen und poetischen Text trifft, der ganz dezent aber inhaltsstark die heutige Welt kritisiert.

Songideen beim Soundcheck

Interessant ist nicht nur der Inhalt, sondern auch die Entstehungsweise von Songs der Band. «Wir jammen und improvisieren sehr oft. Dabei kommen wir immer wieder auf Ideen für neue Lieder», erklärt Gilles Dupuis». «Meisten können wir das Jammen auch während dem Soundcheck nicht lassen. Es kommt dabei immer wieder vor, dass uns ein Erlebnis oder eine Begegnung vom Veranstaltungsort inspiriert.» Er könne daher nicht ausschliessen, dass vielleicht auf einer der nächsten Scheiben von Professor Wouassa sogar ein Musikstück sein wird, das von Schaffhausen handelt. Andere Inspirationsquellen sind auch Vorbilder der Band wie etwa Papa Wemba, Manu Dibango oder Fela Kuti und Tony Allen. Das Publikum im TapTab darf also gespannt sein, welches leckere Gericht die Köche von Professor Wouassa servieren werden. «Wir hoffen auf ein zahlreiches Erscheinen und können euch schon jetzt eines versprechen“, freut sich Gilles Dupuis: „Das Konzert wird kein gemütlicher Spaziergang am Genfersee, sondern eher eine tobende Wildwasserfahrt auf dem schäumenden Rheinfall. Das Wasser wird brodeln und die Tanzfläche wird brennen.» Wer danach immer noch Energie hat, für den steht DJ Shalaby an den Turntables bereit.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am Montag, 19. Dezember.

Jamaikanische Dampflokomotive mit Sonnenbrille

Die Reggea-Dancehall-Queen Tanya Stephens brachte am Samstag Party und coole Vibes in die Kammgarn. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Bildlegende: Stimmgewaltig heizte Tanya Stephens ein. (Foto: Hans-Rudolf Werner, Bericht: Hermann-Luc Hardmeier)

«Are you ready?», wollte Tanya Stephens am Samstagabend in der Kammgarn wissen, als sie die Bühne betrat. Laute Jubelschreie schalten ihr entgegen. Das Publikum war bereit für eine deftige Portion Reggaemusik aus Jamaika. Als Vorband hatte NaÏma Bereté eingeheizt. Die One-Woman-Show kam ganz ohne Support und Band nach Schaffhausen. Nur mit Gitarre und sattem Offbeat unterhielt sie das Publikum. Das war oft gemütlich und locker, zwischendurch aber auch mitreissend und cremig wie eine Glace in der Sonne. Mit ihren Songs wie «Strong Woman» wollte sie aber nicht nur unterhalten, sondern sprach auch gesellschaftliche Themen an und machte sich für die Gleichberechtigung stark. Kurz vor 22 Uhr war es sodann Zeit für die Reggae-Queen Tanya Stephens. Mit Sonnenbrille und riesigem Afro eröffnete sie das Konzert und drückte sogleich aufs Gaspedal. Die jamaikanische Dampflokomotive fauchte, zischte und groovte, bis auch der letzte im Saal in Tanzstimmung geriet. Der Partyzug sauste über die Schienen, als ob es einen Weltrekord zu schlagen gäbe. Der einzige Bahnhof hiess Schaffhausen, ansonsten wurde die Fahrt mit vollem Tempo fortgesetzt. «It’s a pleasure to be here», freute sich die Musikerin. Derzeit ist sie mit ihrem Album “Some Kinda Madness” auf Tour und machte damit in der Kammgarn halt. Sie gilt als Reggae-Dancehall Urgestein und steht seit knapp 33 Jahren auf der Bühne. 200 Songs hat sie bisher veröffentlicht und sie schien kein bisschen müde zu sein. Lediglich die Schweizer Kälter machte ihr ein bisschen zu schaffen. Sie komme direkt aus Jamaika und müsste sich in der europäischen «Kälte-Hölle» zuerst ein bisschen akklimatisieren. Dafür brauche sie die Unterstützung des Publikums, damit man den karibischen Sommer an die Baumgartenstrasse hole. Die Besucherinnen und Besucher erfüllten ihr den Wunsch sehr gerne und gaben alles, damit die Kammgarnhalle Feuer fing. «Ich fühle mich wie in den Sommerferien», freute sich Gast Elma Bärtschi. «Das Konzert ist mega», lobte auch Besucherin Nina König. Der Auftritt war musikalisch tatsächlich mit einem Ferientag am Strand vergleichbar. Locker und gemütlich entspannte man sich beim fetzigen Reggaesound am Pool. Man genoss kühle Cocktails und schaute aufs Meer hinaus. Anstatt Sonnenbrand gab es allerdings Muskelkater in den Tanzbeinen. «Tonight we have peace and love», rief Tanya Stephens in die Menge. Für einen kurzen Moment wurde sie politisch und wünschte sich, dass alle Menschen auf der Welt Frieden haben können. Mit ihrem Hit «It’s a pitty» und einigen Zugaben endete der Abend und sie bilanzierte passend zum Schluss: «Love ist he answer!».

Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am 7.12.2022. Von Hermann-Luc Hardmeier.

Horrorshow trifft auf Schwermetall

Die finnische Band Lordi brachte dampfende Heavy Metal – Musik und ein Hauch Horrorshow am Freitagabend in die Kammgarn. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Bild: Die Zombies und Monsters von Lordi heitzten ein. (Foto: Michael Kessler, Bericht Hermann-Luc Hardmeier)

Was für eine Ehre! Die finnische Band Lordi besuchte am Freitagabend die Kammgarn. Jene Band, die 2006 den Eurovision Song Contest gewonnen hatte und seither auf den grossen Bühnen Europas und der Welt haltmachte. Schaffhausen ist zwar eine Schuhnummer kleiner, aber dafür feierten das Publikum die Finnen, wie wenn der FCS an jenem Abend Schweizermeister geworden wäre. Optisch gesehen war das Konzert aber alles andere als eine schwarz-gelb feiernde Fankurve. Im Gegenteil, es sah grässlich und geradezu angsteinflössend aus. Unter lauten Jubelrufen und Applaus betrat eine Horde von Zombies und Monster am Freitagabend die Bühne an der Baumgartenstrasse. Die Gesichter war so gruselig geschminkt und entstellt, dass Horrorbuchautor Stephen King vor Freude sicherlich Luftsprünge gemacht hätte. Die Finnen mögen in den Klischees von manchen als scheue Einzelgänger gelten, die den ganzen Tag in der Sauna sitzen und dabei Bier trinken. Doch weit gefehlt. Ausser vielleicht die Geschichte mit dem Bier; denn der Gerstensaft sprudelte am Freitagabend intensiv in der Kammgarn. Die finnische Band hatte für ihre Emotionen keinen Kühlschrank, sondern eine mit Starkstrom aufgeladene Dampfwalze dabei. Die Wucht, Power und Energie ihrer Hardrocklänge fegten auch den letzten Tanzmuffel aus den Socken. Ihr musikalischer Mix bewegte sich zwischen dem Schwermetall von Bands wie Kiss, Alice Cooper oder W.A.S.P. der 80er-Jahre, aber auch elektronische Klänge gehörten zum Repertoire. Der spezielle Lordi-Dampfhammer schmetterte 2006 die Konkurrenz in Grund und Boden. Mit dem Song «Hard Rock Hallelujah» gewann die Band den Eurovision Song Contest für ihr Heimatland Finnland. Der Sieg war rückblickend nicht nur für die Musiker, sondern auch für die finnische Musikszene ein Katalysator. Am Freitagabend riss die Band sodann die Gäste mit der Abrissbirne ins Wochenende. Songs wie «It snows in Hell» oder «Demon Supreme» sorgten für mächtig Stimmung. Bei «Abracadaver» griff der Sänger sogar zu einer riesigen Kreissäge und bedrohte damit scherzhaft die Gäste. Bei «Down with the devil» schwenkte er einen dampfenden Totenkopf mit rot leuchtenden Augen durch die Luft. Ganz grotesk wurde es, als die Keyboarderin sich als Nonne verkleidete und ihr das Herz aus der Brust gerissen wurde. Die Gäste waren vorwiegend in schwarz gekleidet und hätten sich die düstere Tracht zwischendurch am liebsten vom Leibe gerissen, sich gegenseitig die Haare zerzaust, Tabasco gleich literweise getrunken und abgetanzt, bis die Tanzschuhe glühten. Ja, der Sound von Lordi war laut und heftig. Und ja: Ohne Oropax war man verloren. Aber trotzdem feierte die Munotstadt mit den Finnen ein wildes Fest, das keine Berührungsängste kannte. Als Zombies werden Menschen bezeichnet, die scheinbar verstorben sind und plötzlich wieder zum Leben erweckt werden. Verstorben war im Vorfeld glücklicherweise niemand, aber die Seelen und Herzen der Besucher wurden definitiv und intensiv von Lordi mit Leben geflutet.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am 14.11.2022.

Tanzstimmung bei der musikalischen Entdeckungsreise

Im Schaffhauser Club „TapTab“ fand am letzten Wochenende das Musikfestival „KW43“ statt. Von Hermann-Luc Hardmeier.

«Ja! Endlich wieder KW43», freute sich Mitveranstalter Pascal Bührer über das hauseigene Musikfestival im TapTab. In der Kalenderwoche 43 von Donnerstag bis Samstag lud der Kulturclub auch dieses Jahr zu einem bunten Mix aus Livemusik an die Baumgartenstrasse. «Das Grundprinzip lautet, die Besucherinnen und Besucher müssen und sollen sich überraschen lassen», erklärt Pascal Bührer. «Wir haben bewusst verschiedene Musikrichtungen mit bekannten und unbekannten Bands kombiniert, damit die Gäste die ganze Bandbreite des TapTabs erleben.» Zudem achtete man auf ein faires Geschlechterverhältnis auf der Bühne und moderate Eintrittspreise. Am Donnerstag startete die musikalische Entdeckungsreise mit Alternative Rock von «Disco Doom» und Garage Rock von «BatBait». Die zwei Formationen stimmten die Besucher bereits früh auf das Wochenende ein und manch einer erschien nach der wilden Feier am Freitagmorgen wohl mit Augenringen im Geschäft. Am Abend ging es sogleich weiter mit HipHop von «Quinze Quinze», EDM sowie Pop vom «Kalabrese & Rumpel-Orchester» und Elektro-Folk von «Taxi Kebab». Es herrschte Tanzstimmung, bis die Füsse glühten. Keine Kehle blieb trocken und wer nach den Bands immer noch nicht genug hatte, genoss die Afterparty bis um 5 Uhr morgens. Am Samstag eröffnete den Abend «Z the Freshmen + Hotel Samar» mit R’n’B und das Publikum freute sich extrem über «Baby’s Berserk», welche eigentlich schon am Saisonschluss des TabTabs hätten spielen sollen, damals aber den Flieger verpassten. Ihre Punkklänge wurde abgelöst von «KT Gorique» mit HipHop und Dancehall. Einziger Wehrmutstropfen von KW43 war, dass die Lokalmatadoren vom «Lo Fat Orchestra» absagen mussten. Der Bassist hatte sich den Arm gebrochen. Abgesehen davon war das Musikfestival ein voller Erfolg und besonders schön war es anzusehen, dass die Besucher die Idee der Veranstaltung schätzten und sich offen zeigten, ihren typischen Musikgeschmack hinter sich zu lassen, um Neues zu entdecken. Jammerschade, dass am Sonntagabend die KW43 bereits endete. Nach so viel Abwechslung und Livemusik hätten viele Gäste ohne Probleme auch in die KW44 hinein weitergefeiert.

Von Hermann-Luc Hardmeier, erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am 7. November 2022.

Ein musikalischer Vulkanausbruch

Die Berner Band „The Monsters“ brachten die Erde in der Kammgarn am Freitagabend zum Zittern. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Deftig, hart und powervoll waren die Klänge, die am Freitagabend in der Kammgarn zu hören waren. Den Anfang machte die Vorband Kabuki Joe aus Zürich, die gleich die Abrissbirne auspackten und mit voller Wucht auf die Trommelfelle der Zuhörer einhämmerten. Dort wo das Schlagzeug stehen sollte, wütete ein kleiner Tornado. Die teuflisch brennende Gitarre und der glühende Bass sorgten dafür, dass die Besucher gnadenlos in den Punkrock-Partykessel gezogen wurden. Der Sänger sprang wild auf der Bühne, hob die Bierflasche und rief: «Kommt nach vorne zum Tanzen. Ihr seid noch etwas scheu, aber wir werden euch schon einheizen.» Er sollte rechtbehalten. Das Publikum taute auf und liess sich von den vier Musikern mitreissen. «Ihr macht uns verdammt glücklich», freute sich der Frontmann zum Schluss und überliess die Bühne den «Monsters» aus Bern. Das Trio war sehr stylisch gekleidet. Weisses Hemd, Krawatte und ein roter Anzug erinnerten ein bisschen an den Rock’n’Roller und «Rock around the Clock»-Erfinder Bill Haley. Doch die Monsters beschritten mit Psychobilly eine ganz andere musikalische Schiene. Sie knüppelten gleich los und verwandelten die Kammgarn in eine Headbanging-Sauna der Extraklasse. Ihr Auftritt glich einem musikalischen Vulkanausbruch. Sie explodierten gleich mehrfach und die heisse Lava brannte auf ihrem Weg von der Bühne ins Publikum alles weg, was nicht tanzen konnte und keine Oropax trug. Texte waren bei den Monsters eher eine Seltenheit, es wurde geschrien, geröchelt und gefaucht. Emotionen standen im Mittelpunkt. So verwunderte es dann, dass für ein Melodienstück auf vorgedruckten Bierdeckeln ein Songtext verteilt wurde. Die Songzeilen zum «Yellow Snow Drink» wurden von den Gästen enthusiastisch mitgesungen. Frontmann «Beat-Man» war begeistert vom Einsatz der Besucher und rief heiser ins Mikrophon: «Mit euch ist es unglaublich angenehm zum Feiern.» Keine Frage, dieser Abend war nichts für Freunde von Kuschelrock. Gnadenloses Schwermetall, ekstatischer Punkrock und sprudelnder Gerstensaft standen auf dem Programm. Ein Gast brachte es gut auf den Punkt, indem er am Schluss meinte: «Die Lawine hat mich mitgerissen, es war wirklich Klasse.»

Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am 24. Oktober 2022. Von Hermann-Luc Hardmeier.

Raketen und Rock’n’Roll zum Abschluss

An der Dernière der «Summer Music Nights» in Schaffhausen rockten die Bands den Cuba-Club nochmals kräftig. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Bildlegende: Luciano Di Fabrizio und Ronny Bien im Cuba-Club. (Foto: Roberta Fele, Bericht: Hermann-Luc Hardmeier)

«Es war einfach super», bilanziert Ronny Bien von der Bandunion den Verlauf der «Summer Music Nights». Zusammen mit Luciano di Fabrizio hat er im Salzstadel die diesjährige Veranstaltungsreihe auf die Beine gestellt. An 18 Abenden gab es 36 Konzerte zu sehen und zu geniessen. «Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht», erklärt Ronny Bien. Da wegen den Umbauarbeiten beim Stadtgeviert der jährliche Konzertmarathon namens «Streetmusic Nights» an der Safrangasse nicht stattfinden konnten, wich man an den Salzstadel aus und taufte die Veranstaltung «Summer Music Nights». Das Gässli-Fest mit dem Charme von einem kleinen Locarno zog auf die Ferieninsel Salzstadel am Rhein um. «Wir mussten innovativ sein, sind aber mit der Lösung sehr glücklich», so Ronny Bien. «Die Kombination von Musik, Rheinblick und Verpflegung kam sehr gut an. Einige Stammkunden buchten im Voraus einen Tisch gleich für alle 18 Abende.» Die Bands konnten sich über ein Wetterglück und über grosses Zuschauerinteresse freuen. Nur zweimal mussten die «Summer Music Nights» wegen Regen in den Cuba-Club umziehen. «Schade, dass es gerade am Dernière-Abend sein muss, aber wir beklagen uns nicht», so Ronny Bien. Während im Cuba-Club am Donnerstag die Shadoogies mit Rock’n’Roll die Zuschauer einheizten, blickte der Veranstalter auf die Highlights und Erlebnisse zurück. «Einmal hatten wir 350 Besucher, das war schon heftig. Die Band «DenManTau» hat uns alle total überrascht, und genau am Hardrockabend regnete es so heftig, dass wir das Konzert nicht ganz fertig spielen konnten.» Nicht zuletzt war er auch mit seinem eigenen Auftritt als Mr. Mojo zufrieden. Sein Blues-Rock setzte die Tanzfläche damals in Brand. Keinen unwesentlichen Anteil hatte dabei das Team der Frisbee-Weltmeisterschaft, die zufällig am Salzstadel waren und mächtig gute Stimmung verbreiteten. «Die Konzertreihe war nicht nur super für die Gäste, sondern auch für die Gastgeber», freute sich Luciano Di Fabrizio. «Ich geniesse es, neue Bands und neue Musik kennenzulernen. Die wenigsten Besucher gehen gezielt wegen einer Formation, sondern eher wegen dem Ambiente und dem Gesamtpaket.» Neben der Musik gab es nämlich auch leckeres Essen an den Foodständen und ganz gratis einen nahezu perfekten Sonnenuntergang über der Eisenbahnbrücke zu bestaunen. Keine Frage, die «Summer Music Nights» haben das Schaffhauser Kulturleben bereichert und einen deftigen Farbtupfer in die Stadt gebracht. Das genossen die Gäste nochmals ausgiebig am Donnerstagabend im Cuba-Club, wo die Rockets als zweite Band mit irischen Partyklängen bis tief in die Nacht die sechste Ausgabe der Konzertreihe ausklingen liessen. «Und eines ist klar», sagte Luciano Di Fabrizo zum Schluss: «Die Streetmusic Nights» kommen nächstes Jahr wieder.»

Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am Samstag, 1. Oktober 2022. Von Hermann-Luc Hardmeier.

Der Balkan-Schnellzug ohne Bremsen

Die bekannte Balkanband „Dubioza Kolektiv“ spielt am Freitag in der Kammgarn. Für sie ist Musik mehr als nur Dekoration. Eine Konzertvorschau von Hermann-Luc Hardmeier.

Bildlegende: „Dubioza Kolektiv“ macht Texte, in denen sowohl Politik als auch Humor eine wichtige Rolle spielen. (Foto: zvg, Bericht: Hermann-Luc Hardmeier)

„Am Freitag könnt ihr Tanzstimmung, Schweiss, Rakija, laute Trompeten, schwere Gitarren, verdrehte Trompeten und ganz viel Energie erleben.“ Brano Jakubovic von der Band „Dubioza Kolektiv“ verspricht vollmundig, dass die Party des Jahres bevorsteht. Doch wer ist die Combo, die jeweils mit acht Musikern die Bühnen Europas rockt? Das Licht der Welt erblickte das Kollektiv im Jahr 2003 in Bosnien-Herzegowina. Ihr musikalischer Cocktail beinhaltet eine deftige Portion Balkan-Partysound, aber auch einen Schuss Ska, eine Prise Punk, ein Löffelchen Reggae und einen Spritzer Hiphop. Abgerundet wird das Getränk mit einem Strohhalm und Schirmchen, welche in elektronischer Musik gebadet wurden. In eine musikalische Schublade möchte die acht Künstler auf keinen Fall gesteckt werden. Das wäre laut ihrer Aussage nicht nur eine Einschränkung des kreativen Potentials, sondern auch ziemlich langweilig.

Interessant ist auch der Bandname, der sich aus dem serbokratischen Slangwort „dubioza“ und der Musikrichtung „Dub“ zusammensetzt. Es heisst soviel wie seltsam, aber auf eine mysteriöse Art auch interessant. Egal, wo die Combo auftaucht, bricht kollektive Euphorie aus. Warum das so ist, kann sich die Band auch selbst nicht so richtig erklären. „Wir haben keine Musiktheorie studiert und sind keine Berufsmusiker. Wir sind eine Mischung aus Punks und Gastarbeiter. Wir haben keine Ahnung, warum man uns so feiert. Aber wir arbeiten wirklich hart dafür“, erklärt Brano Jakubovic.

Songs sollen politisch sein

Wenn man die Texte der Band anhört, dann zeigt sich sofort der Tiefgang. Sie wollen nicht nur berieseln und unterhalten. Sie äussern sich beispielsweise lautstark und kritisch gegen Nationalismus auf dem Balkan. Für sie ist es unverständlich, dass man nicht endlich zu Nachbarn, Brüdern und Schwestern zusammenwächst und die Vergangenheit hinter sich lässt. Jeder Song der Band hat eine ganz spezifische Botschaft. „Neuste medizinische Untersuchungen haben ergeben, dass der Mensch gleichzeitig tanzen und sein Gehirn benutzen kann“, scherzt Brano Jakubovic. „Wenn Musik nur Dekoration ist, dann ist es eine langweilige Zeitverschwendung.“ Ergänzen möchte er zudem, dass politisches Engagement nicht immer ernst sein muss. Humor spielt sowohl in den Texten also auch an den Shows von „Dubioza Kolektiv“ eine wichtige Rolle. Deshalb kommt es auch immer wieder vor, dass es während den Auftritten kleine Pausen gibt, in welchen die Musiker eine amüsante Geschichte erzählen oder sich in kurzen Stand-Up-Comedy-Nummern versuchen. Die Spontanität hat jedoch auch ihre Tücken. Einmal brach Brano Jakubovic mitten auf der Bühne am „Arsenal Festival“ in Serbien in Tränen aus. „Es war die erste Show nach eineinhalb Jahren Corona-Zwangspause. Ich habe den Zuschauern erzählt, wie wichtig Livemusik sei und dass ich glaube, das Internet könne niemals Live-Events ersetzen. Da hat es mich mit voller Wucht gepackt. Vor 10 000 Leuten. Es war extrem befreiend.“

FC Schaffhausen-Shirts?

Auf den Werbeplakaten tragen „Dubioza Kolektiv“ Fussballshirts in den Farben des FC Schaffhausens. Kann es sein, dass man in Bosnien-Herzegowina unseren Club verehrt? Brano Jakubovic muss lachen. „Nein, nein. Die Farben sind Zufall. Gelb und Schwarz sind einfach gute Kontrastfarben, die uns auf der Bühne sichtbar machen.“ In Deutschland habe man sie bereits gefragt, ob sie wegen der Farbkombination Dortmund-Fans seien. Auch dies konnte er guten Gewissens verneinen. Den Mannschaftsgedanken tragen sie aber dennoch im Herzen. Auf der Tour gebe es kaum Streit und man löse Differenzen stets sachlich und effizient. „Voraussetzung dafür ist, dass wir jedem Bandmitglied einen Teilbereich zugewiesen haben, wo er der Chef und Alleinherrscher ist“, so Brano Jakubovic. „Somit haben wir klare Zuständigkeiten und müssen nicht abstimmen.“ Und dann sagt der Musiker einen Satz, der auch aus seinen Songs stammen könnte: „Democracy can be a bitch sometimes.“

Vollgas am Freitag

Der Balkan-Schnellzug wird am Freitag ohne Bremse auskommen müssen. Die Band verspricht, alles zu geben. Zum Tanzinferno wird sicherlich auch die Vorband „Palko Muski“ aus Schaffhausen sorgen. „Wir erwarten Partystimmung, laut Musik und Besucher, die ausflippen“, so Brano Jakubovic. „Wir sind erst zufrieden, wenn wir unseren österreichischen Freund und Terminator zitieren dürfen: „Ich komme wieder!“ Die Band wird zwar keine Kugeln wie Arnold Schwarzenegger benutzen, aber ihre Texte, ihre Musik und ihre Show werden dennoch treffsicher die Kammgarn in Brand setzen.

Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am 19. September 2022.

Latino-Astronaut mit deftigem Hüftschwung

Der Sänger Loco Escrito brachte am Samstagabend das ausverkaufte „Stars in Town“ auf dem Herrenacker mit seinem Mix aus Reggaeton und Latino-Pop zum Tanzen. Ein Konzertbericht von Hermann-Luc Hardmeier.

Bildlegende: Er rockt, er animiert und feiert auf der Bühne: Loco Escrito. (Bericht: Hermann-Luc Hardmeier, Bild: Melanie Duchene)

„Er bringt den Sommer nach Schaffhausen“, freute sich Nora Fuchs, Pressesprecherin von Stars in Town. Cool und lässig mit Sonnenbrille, transparentem Flanellhemd und weissen Hosen betrat Loco Escrito die Bühne. 6500 Besucher auf dem ausverkauften Herrenacker wollten den Latino-Sänger mit kolumbianischen Wurzeln sehen. Mit seinen Songs wie „Adios“, „Sin Ti“ oder „Arriba“ öffnete er schnell die Herzen der Zuhörer. Nicolas Herzig, wie Loco Escrito mit bürgerlichem Namen heisst, hat kolumbianische Wurzeln. Spätestens seit 2020 sollte man seinen Mix aus Reggaeton und Latino-Pop kennen, da er in jenem Jahr mit seinem dritten Album „Estoy bien“ die Nummer eins der Schweizer Albumcharts erobert hatte. Am Stars in Town wurde zu seiner Musik getanzt und mitgesungen. Der Protagonist machte es auf der Bühne vor und legte einen Hüftschwung an den Tag, der Shakira vor Neid erblassen liesse. „Spanisch wird die fünfte Landesprache“, forderte der Sänger und ein begeistertes Echo schallte ihm entgegen. Loco Escrito war sichtlich glücklich mit der guten Stimmung im Publikum und sagte: „Schaffhausen, geht ab bis zum Mond rauf.“ Der Latino-Astronaut steuerte bei dieser rasanten Fahrt ins All das Raumschiff gleich persönlich. Mit an Bord war seine sechsköpfige Band. Auch sie waren bei der musikalischen Reise durch die Galaxie ganz in weiss gekleidet. Loco Escrito hatte sein Set so aufgebaut, dass er eher ruhig startete und danach kräftig aufdrehte. Ein erstes Ausrufezeichen setzte er mit dem Song „Mamacita“. Der Zuruf, den man in Südamerika an eine hübsche Frau richtet, war kollektiv im Refrain zu hören. Die Hände schnellten in die Luft und der Herrenacker hatte sich in einen Partyacker mit euphorischer Tanzstimmung verwandelt. „Bis jetzt habe ich euch verziehen, wenn ihr eure Energie gespart habt. Aber nun müsst ihr wirklich Vollgas geben“, rief der Sänger in die Menge und stimmte seinen Song „Contigo“ an. „Er rockt, er animiert, er feiert“, sagte Besucher Simon Thoma. „Er macht das extrem gut.“ Gleich vor der Bühne stand Alya Limacher, die ebenfalls begeistert war: „Es erinnert mich an mein Austauschsemester in Chile. Das Feuer der südamerikanischen Musik bringt er perfekt rüber.“ Songs wie „Punto“, „Tu mirada“ und „El Ayer“ folgten. Das Finale setzte Loco Escrito mit dem Lied „Amame“. Der Künstler hatte damit die Besucher wundervoll auf die kommenden Bands des Abends eingestimmt und mit seinem musikalischen Flammenwerfer das Eis zum Schmelzen gebracht.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am 8. August 2022.

Ein sehr leckerer Reggae-Cupcake

An der „Down by the River” feierten die Besucher einen Sommertag mit schwimmen, tanzen und einem Reggaekonzert am Samstag in der „Rhybadi“ Schaffhausen. Von Hermann-Luc Hardmeier.

Bildlegende: Die Rhybadi bot am Samstagabend ein schönes Ambiente für ein sommerliches Reggaekonzert. (Bericht: Hermann-Luc Hardmeier, Foto: Mike Kessler)

«Richtig erfrischend!», freute sich ein Gast, der soeben aus dem Wasser in der Rhybadi kletterte. Während am Samstagnachmittag die Sonne brannte und die Leute badeten, feuerte das Realrock-Soundsystem die ersten gemütlichen Reggaehits aus den Boxen. Die Veranstaltung «Down by the River» sorgte nicht für eine Revolution im beliebten Rheinbad, sondern transportierte die Besucher auf sanften Klangwolken Richtung Jamaika. «Die Rhybadi eignet sich super für eine solche Veranstaltung», sagte Claudio Burri vom Realrock-Soundsystem. Er erklärte, dass der Tag eigentlich aus drei Teilen bestehe. Das gemütliche Geniessen am Nachmittag, welches viele Familien anlocke, das Konzert für die Kulturfreunde und als dritten Teil die Afterparty mit DJs und Barbetrieb für die Tanzfreudigen. Die Veranstaltung findet nun zum 5. Mal statt und begeisterte die Besucher bereits mit den Bands Skarra Mucci (JAM), Basement Roots (CH), Jr. Tshaka (CH) und Samora (NED). «Für mich ein Highlight: Samora, die letztes Jahr bei uns in der Rhybadi gespielt hat und dieses Jahr auf den grossen Bühnen der Festivals, z.B. Afro-Pfingsten sowie Lakesplash auftritt», schwärmte Claudio Burri. Auch Stefano Domeniconi vom Rhybadi-Team ist zufrieden: «Down by the River zieht viele Besucher an, ohne dass wir dafür gross Werbung machen müssen. Viele Leute kommen schon Wochen zuvor und sagen, dass sie sich sehr darauf freuen. Die familiäre Stimmung und die good Vibes in der Luft sorgen jeweils für einen grossartigen Tag.»

Vom Snowboard auf die Bühne

Während sich um 21 Uhr die Band für ihren Auftritt bereit machte, dunkelte es langsam ein. Die fünfköpfige Combo Mighty Roots versorgten Sängerin Jo Elle mit powervollen Reggaeklängen. Jo Elle jagte früher als Proi-Snowboarderin über die weissen Pisten, bevor sie ihre Leidenschaft für die sanften Töne der Karibikinsel entdeckte. Von Laax und St. Moritz hat sie nun nach Montego Bay und Kingston Town gewechselt. «Ich freue mich auf den Reggae-Tag in der wunderschönen Rhybadi», sagte sie vor ihrem Aufritt.» Während sie loslegte, sassen die Besucher eher ein bisschen scheu am Beckenrand oder auf den Holzbrettern am Boden. Einige Kinder tanzten und spielten mit einem Ball. Doch die Offbeat-Klänge massierten intensiv die Kniekehlen und die rauchig, soulige Stimme von Jo Elle sorgte für das passende Topping auf diesem äussert leckeren Reggae-Cupcake. Die Zuschauer waren nun aufgewacht und sammelten sich vor der Bühne. Einige tanzten oder wippten mit im Takt. Die Musik nistete sich in ihren Ohren ein und liess sie nicht mehr los. «Mein Herz brennt nun schon seit 20 Jahren für Reggae und die Musikrichtung hat in Schaffhausen noch immer viele Zuhörer», freute sich Claudio Burri über den Sound und den Event. Auch die Besucher waren begeistert. «Einfach die perfekte Atmosphäre hier», lobte eine Besucherin die «Down by the River», während eine andere wünschte: «Müsste es öfters geben. Von mir aus auch sehr gerne mit ein bisschen mehr Schub in den Boxen.» Als das Konzert endete, waren die Besucher noch längst nicht müde und feierten eine gemütliche und tanzfreudige Afterparty zu weiteren Klängen aus Bob Marleys vielfältiger Plattensammlung.

Von Hermann-Luc Hardmeier. Erschienen in der Zeitung „Schaffhauser Nachrichten“ am Montag, 11. Juli 2022.